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Donnerstag, 24.11.2011

«Als hätte man einen Honigtopf geöffnet»

Über eine Viertelmillion Menschen sind in den letzten sechs Wochen nach Bern geströmt, um das allabendliche Lichttheater am Bundeshaus zu bewundern. Die Veranstalter sind überwältigt ob des Interesses.

Die Fassade des Bundeshauses beleuchtet durch die französischen Lichtkünstler Benoît Quero und Franck Marty. (Keystone)

Das Lichttheater am Bundeshaus hat in den letzten sechs Wochen die Menschen begeistert. Ohne grosse Werbemassnahmen lockten die kostenlosen Vorführungen über 250'000 Besucherinnen und Besucher an. Am Samstag ist nun Schluss für dieses Jahr.

Mit einem solchen Besucherandrang hatten die Verantwortlichen nicht gerechnet. Umso erfreuter über den Erfolg zeigten sie sich am Donnerstag vor den Medien in Bern.

Das gute Wetter als Pluspunkt
Es sei unglaublich, wie viele Menschen sich von dieser neuen, in der Schweiz noch nicht so bekannten Kunstform hätten begeistern und berühren lassen, sagte der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät.

«Die Menschen schwärmten jeden Abend auf den Bundesplatz, als hätte man dort einen Honigtopf geöffnet», beschrieb Tschäppät die Stimmung in der Innenstadt.

Die beiden Initianten des Lichtspektakels, Brigitte Roux und Urs Gysin, zogen eine positive Bilanz. Die Show sei bei einer breiten Bevölkerungsschicht sehr gut angekommen. Ein Pluspunkt sei allerdings auch das Wetter gewesen, betonte Roux.

Das Bundeshaus in einem andern Licht
In der rund zwanzigminütigen Licht- und Tonshow liessen die beiden Französischen Lichtkünstler Benoît Quero und Franck Marty die symbolträchtige Fassade des Bundeshauses in fantastischen, romantischen und poetischen Bildern aufscheinen. Umrahmt wurden die Bilder von Musik und Sprachcollagen.

Wie ein roter Faden zog sich der Bezug zur Schweiz und ihrer Geschichte durch die Show. Die Lichtbilder wurden von drei Kabinen aus mit Beamern auf die Fassade des Bundeshauses geworfen.

Neuauflage 2012
Am Samstag ist das Spektakel zu Ende. An der Finissage wird die Show auf dem Bundesplatz von 18 bis 23 Uhr insgesamt siebenmal gezeigt.

Die Veranstalter und Tschäppät hoffen, dass das Licht- und Tonspektakel nächstes Jahr eine Neuauflage findet. Entsprechende Gespräche und Gesuche seien bereits am Laufen, sagte Tschäppät.

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