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Letztes Update: Dienstag, 13.12.2011

Ständerat will kein Asyl für Militär-Verweigerer

Der Ständerat will das Asylgesetz verschärfen: Auf Schweizer Botschaften sollen keine Asylanträge mehr möglich sein, Wehrdienstverweigerer sollen kein Asyl mehr erhalten. Der Gesetzesrevision stimmten 14 Ständeräte zu, 16 enthielten sich der Stimme.
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Sommaruga: «Verschärfungen, nur wo nötig.»

Das verschärfte Asylgesetz findet bei der Linken wenig Unterstützung, keine einfache Aufgabe für SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Im Ständerat sei sachlich darüber gesprochen worden, sagte Sommaruga. Der Rat habe das Asylgesetz verschärft, aber nur dort wo Missbräuche verhindert werden sollen.

DRS 4 aktuell vom Dienstag, 13.12.2011, 06.20 Uhr, DRS 4 News

Künftig soll es nicht mehr möglich sein, ein Asylgesuch auf einer Schweizer Botschaft im Ausland einzureichen. Dafür sprach sich eine klare Mehrheit des Ständerats in der Debatte zum Asylgesetz aus.

Wer als einzigen Asylgrund angibt, er habe Wehrdienst verweigert oder sei desertiert, soll keinen Anspruch auf Asyl haben. Wenn jedoch einem Deserteur in seiner Heimat beispielsweise Folter droht, dann hat er Anrecht auf Asyl. Auf den Vorwurf, eine solche Gesetzesänderung ändere nichts an der Praxis und habe keine Wirkung, sagte Justizministerin Simonetta Sommaruga, dass mit der Gesetzesänderung ein Zeichen gesetzt werde.

Einstimmig beschloss der Ständerat, dass Asylgesuche von unbegleiteten Minderjährigen prioritär behandelt werden.

Raschere Asylverfahren
Vereinfacht werden soll das Verfahren, wenn nicht auf ein Asylgesuch eingetreten wird. Das vereinfachte Nichteintretensverfahren soll dann durchgeführt werden, wenn Asylsuchende in einen sicheren Drittstaat weggewiesen werden können oder wenn sie keine anerkannten Asylgründe vorbringen. Einstimmig Ja sagte der Ständerat zu einem beschleunigten Verfahren bei Wiedererwägungsgesuchen.

16 enthielten sich der Stimme
In der Schlussabstimmung gab es dann erstaunlich viele Enthaltungen. 14 stimmten Ja, 4 Nein und 16 enthielten sich. Als nächstes befasst sich der Nationalrat mit dieser kleinen Revision des Asylgesetzes. Der Bundesrat erhält vom Parlament den Auftrag, rasch eine neue Vorlage mit grundlegenden Reformen vorzulegen. Ziel ist es, Asylsuchende künftig mehrheitlich in Bundeszentren unterzubringen und die Verfahren dort abzuwickeln. (grü, sda)

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Eine Frühjahrssession im Zeichen von Geld und SNB

Der Steuerstreit mit den USA, der Rücktritt von Nationalbankpräsident Hildebrand und die künftige Rolle der SNB, aber auch der Steuerstreit, der starke Franken und das Swissness-Gesetz waren Themen in der Frühjahrssession. Auch befassten sich die Räte mit einem Verbot der Deflinhaltung oder zumindest mit einem Importverbot für die Meeressäuger.


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