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Freitag, 3.2.2012

Zweitwohnungs-Initiative kommt an

Die Initiative für weniger Ferienwohnungen in Tourismusgebieten hätte derzeit eine Mehrheit. Das zeigt das Abstimmungsbarometer des Forschungsinstituts GFS. Abgelehnt würde die Volksinitiative für mehr Ferien. Die Buchpreisbindung bleibt umstritten.

Ferienhäuser auf der Riederalp im Wallis. (Keystone Archiv)

Resultate der ersten Trendumfragen zum 11. März

Beitrag aus Echo der Zeit vom Freitag, 3.2.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Erhebungsmethode

Für die Befragung hat das Forschungsinstitut GFS Bern 1208 repräsentativ ausgewählte Stimmberechtigte mit Wohnsitz in der Schweiz befragt. 704 Personen wurden in der Deutschschweiz, 303 in der französischsprachigen und 201 in der italienischsprachigen Schweiz interviewt. Die Umfrage fand zwischen dem 23. und dem 28. Januar 2012 statt. Der statistische Stichprobenfehler beträgt +/- 2,9 Prozentpunkte.

Am 11. März stimmt die Schweiz über fünf eidgenössische Vorlagen ab. Das Forschungsinstitut GFS Bern hat den Stand der Meinungsbildung unter den Stimmberechtigten ermittelt.

Viel Sympathie für weniger Zweitwohungen
Wäre bereits Ende Januar darüber abgestimmt worden, wäre eine Mehrheit dafür gewesen, den Anteil Zweitwohnungen in Tourismusgebieten grundsätzlich auf 20 Prozent zu begrenzen. Gemäss GFS wäre die Initiative des Naturschützers Franz Weber mit 61 Prozent angenommen worden.

Wie zu erwarten ist die Zustimmungsbereitschaft bei der grünen Wählerschaft am grössten. Eine Zustimmungstendenz gibt es gemäss GFS aber auch bei den Wählerinnen und Wählern der CVP und der SVP.

Skepsis gegenüber Ferien-Initiative
Für die Initiative für sechs Wochen Ferien für alle zeichnet sich derzeit keine Mehrheit ab: Wäre Ende Januar darüber abgestimmt worden, hätten 55 Prozent Nein gesagt. Die Initiative der Gewerkschaften polarisiert dabei: Mehrheiten von SVP, FDP und CVP lehnen sie klar ab, die Wählerschaft von SP und Grünen ist mehrheitlich dafür.

Buchpreisbindung bleibt umstritten
Bei der Frage, ob Bücher in der Schweiz fixe Preise brauchen oder nicht, hat derzeit keine Seite eine Mehrheit hinter sich: Klar für die Buchpreisbindung ist gemäss GFS-Umfrage die grüne Wählerschaft, klar dagegen jene der FDP.

Bei den anderen Parteien sind die Wählerinnen und Wähler gespalten: Bei der SP ist etwas mehr als die Hälfte für die Buchpreisbindung, bei der SVP etwas weniger als die Hälfte; bei der CVP steht es genau 50 zu 50.

Casino-Vorlage in Richtung Mehrheit unterwegs
Die Initiative zur Förderung des Bausparens und die Vorlage über die Verwendung von Spielbankengewinnen für gemeinnützige Zwecke werden gemäss GFS kaum wahrgenommen. Beide Vorlagen könnten aber ebenfalls durchkommen, beide erhielten Ende Januar eine Zustimmung von gut 50 Prozent. Allerdings: Bei der Bausparinitiative liegt das Ja im Bereich des Stichprobenfehlers. (smus, gfs)

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Dossier, Letztes Update: Dienstag, 13.3.2012

Abstimmung vom 11. März

Von den fünf Vorlagen, die zur Abstimmung standen, wurden zwei angenommen: die Verwendung der Gewinne aus den Glücksspielen sowie die Zweitwohnungs-Initiative. Damit wird der Anteil an Zweitwohnungen in einer Gemeinde auf maximal 20 Prozent fixiert.


Download zum Beitrag:

  • Die Ergebnisse der GFS-Umfrage im Detail. (554.5KB, PDF)

Mehr zum Stichwort:

  • Abstimmung

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