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Sonntag, 5.2.2012

Bund prüft Internierung straffälliger Asylbewerber

Der Bund prüft ein Begehren aus dem Tessin, das spezielle Haftlager für straffällige Asylbewerber fordert. Laut BFM-Chef Gattiker würden dort nur besonders renitente Straffällige interniert.

Straffällige Asylbewerber sollen im Tessin in gesonderten Lager untergebracht werden. Der Chef des Bundesamtes für Migration, Mario Gattiker, zeigt sich offen für die Idee des Tessiner Lega-Staatsrates Norman Gobbi.

Gesonderte Unterbringung
«Kriminelle und straffällige Asylbewerber schaden unserem Asylsystem», sagte Gattiker in einem Interview, das in der «SonntagsZeitung» erschien. Da die Kantone für die Sicherheit zuständig seien, würden deren Vorschläge genau angeschaut.

«Niemand spricht von einem Internierungszentrum», stellt Gattiker klar. Wenn Asylbewerber aber die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdeten, sollten diese nach dem Willen der Tessiner Behörden gesondert untergebracht werden.

Vorschlag kommt von Lega-Regierungsrat Gobbi
«Ich bin für diese Idee offen, denn wir wollen auch nicht, dass die grosse Mehrheit der Asylbewerber, die sich richtig verhält, unter dieser Minderheit leidet.» Über den Vorschlag der Tessiner Kantonsregierung berichtete auch die Zeitung «Sonntag».

Konkret sollten Richter einem straffällig gewordenen Asylbewerber beispielsweise verbieten können, ein bestimmtes Quartier zu betreten. «Tut er das trotzdem, könnte der Strafrichter diese Person einsperren lassen.» Der Tessiner Lega-Regierungsrat Norman Gobbi möchte dafür Container ausserhalb Chiasso aufstellen.

Besondere Problematik im Tessin

Im Tessin kommt es laut Gattiker immer wieder zu Problemen mit Asylbewerbern. Die 134 Plätze in der Empfangsstelle Chiasso seien voll ausgelastet, vor allem mit jungen Männern, sagte er. Als Massnahme finanziert der Bund deshalb ein Projekt zur Tagesbeschäftigung der Asylsuchenden mit 70'000 Franken. (pet, sda)

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Freitag, 9.12.2011

Asylgesuche auf Höchststand

Die Zahl der Asylgesuche hat in der Schweiz im November den Jahreshöchststand erreicht. Rund 2600 neue Gesuche wurden registriert, 20 Prozent mehr als im Vormonat. Die meisten Asylsuchenden kamen aus Tunesien, Eritrea und Serbien.  Mehr


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