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Donnerstag, 19.1.2012

Managed Care-Gegner reichen Unterschriften ein

Mehr als 132'000 Schweizerinnen und Schweizer haben das Referendum gegen das Managed Care-Gesetz unterzeichnet. Die Initianten - Ärzte, die Gewerkschaft vpod und die SP - wollen erreichen, dass die freie Arztwahl auch künftig ohne Aufpreis möglich ist.

Gegen Managed Care: Das Referendumskomitee übergibt die Unterschriften an die Bundeskanzlei. (Keystone)

Hintergrund: Managed Care

Die Idee von Managed Care-Modellen ist alles andere als neu. Erste Versuche, solche medizinischen Netzwerke einzuführen, stammen bereits aus den neunziger Jahren. Damals wurden die so genannten Health Maintenance Organisations (HMO) zugelassen, in denen sich die Leistungserbringer - zum Beispiel Hausärzte, Spezialisten, Spitäler und  Physiotherpeuten - zusammenschlossen.  Mehr

Wer seinen Arzt frei wählen will, soll dafür nicht stärker zur Kasse gebeten werden. 132'837 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sind diesem Argument gefolgt und haben das Referendum gegen eine Revision des Krankenversicherungsgesetzes unterzeichnet. Die Unterschriften wurden bei der Bundeskanzlei eingereicht.

Höherer Selbstbehalt bei freier Arztwahl
Wer künftig den Arzt noch selber wählen wolle, müsste mit der Gesetzesänderung bis zu 1000 Franken selber bezahlen, kritisierte das aus Vertreterinnen und Vertretern der Ärzteschaft, der Gewerkschaft vpod und der SP getragene Referendumskomitee vor den Medien in Bern.

Geplant ist, dass Versicherte künftig einen Selbstbehalt von 15 Prozent bezahlen müssen, wenn sie sich keinem Managed-Care-Modell anschliessen. Nur wer sich in einem solchen integrierten Ärztenetzwerk behandeln lässt, soll in Zukunft wie heute einen Selbstbehalt von 10 Prozent bezahlen. (ank, sda)

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