Noch steigt die Zahl der Beschäftigten
In der Schweiz liefern verschiedene regelmässig erhobene Statistiken Daten, mit denen Experten Schlüsse auf die aktuelle Wirtschaftslage und deren Entwicklung ziehen. Ein Überblick über die wichtigsten Indikatoren. Mehr
Die Zahl der Beschäftigten in der Schweiz ist im dritten Quartal 2011 im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich gestiegen, insgesamt um 0,7 Prozent. Das weist das Bundesamt für Statistik (BFS) in seinem Beschäftigungsbarometer aus.
Insgesamt gingen 4,047 Millionen Menschen einer Beschäftigung nach. Das sind umgerechnet 3,433 Millionen Vollzeitstellen.
Branchen wachsen unterschiedlich
Verglichen mit dem Vorjahr stieg die Zahl der Beschäftigten im Bereich Gewerbe und Industrie um 1 Prozent. Dies ist vor allem auf eine überdurchschnittliche Zunahme von 5 Prozent in der Uhrenindustrie zurückzuführen.
Im ganzen Dienstleistungsbereich betrug der Zuwachs 0,7 Prozent. Während die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe um 4,6 Prozent und im Detailhandel um 1,9 schrumpfte, nahm sie im Gesundheitswesen mit 3,9 Prozent deutlich zu.
Beschäftigungsmagnet Genfersee-Region
Die Region mit dem grössten Zuwachs an Beschäftigten ist die Genfersee-Region, plus 2,2 Prozent. Im Espace Mittelland nahm die Zahl um 1 Prozent zu, in Zürich um 0,7 Prozent, in der Nordwestschweiz und in der Ostschweiz um je 0,3 Prozent.
Im Tessin stagnierte die Zahl der Beschäftigten hingegen und in der Zentralschweiz ging sie um 1 Prozent zurück.
Widersprüchliches Signale auf dem Arbeitsmarkt
Die Aussichten für den Arbeitsmarkt verschlechtern sich dennoch leicht. Zum ersten Mal in zwei Jahren ging die Zahl der offenen Stellen im dritten Quartal zurück, und zwar um 0,3 Prozent. Experten sprechen von einer Trendwende. Die Beschäftigung dürfte sich trotz dieser Anzeichen im vierten Quartal auf dem gleichen Niveau halten, prophezeit das Bundesamt für Statistik.
Einerseits nahm die Zahl der offenen Stellen ab, andererseits fehlt es an Fachpersonen. 33 Prozent der Unternehmen gaben in der Umfrage des BFS an, sie hätten Probleme, geeignete Fachkräfte zu finden. Das sind 2,5 Prozentpunkte mehr als in der Vorjahresperiode. (bat, sda)
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