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Donnerstag, 15.10.2009

Finanzielles Fiasko beim Bärenpark wird untersucht

Der neue Bärenpark in Bern wird viel teurer als erwartet. Das sorgt in der Hauptstadt für rote Köpfe. Der Berner Gemeinderat will nun klären, wer für das finanzielle Debakel beim Bau verantwortlich ist - mit einer administrativen Untersuchung.

Der neue Bärenpark (links im Bild) am Aareufer in Bern kommt viel teurer als budgetiert. (Keystone)

Neuer Bärenpark kommt Bern teuer zu stehen

Ein halbes Jahrtausend lang steckten die Berner Bären im tiefen Graben. Nun werden sie in einem richtigen Park residieren, der eigens für sie geschaffen wurde.   Mehr

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Der Gemeinderat der Stadt Bern hat im Zusammenhang mit der massiven Kostenüberschreitung beim Bau des neuen Bärenparks eine Administrativuntersuchung angeordnet. Die Stadtregierung zeigte sich vor den Medien erzürnt über die Mehrkosten.

Statt der ursprünglichen 9,7 oder der später budgetierten 14,5 Millionen Franken kostet der neue Bärenpark nun bis zu rund 24 Millionen Franken.

«Unseriös und inakzeptabel»
«Wir sind irritiert und befremdet - um es einmal höflich auszudrücken», sagte Stadtpräsident Alexander Tschäppät von der SP. «Es ist unseriös und inakzeptabel, in welchem Ausmass die Kosten aus dem Ruder gelaufen sind. «Hier wurde zu wenig hingeschaut oder gar weggeschaut».

Es sei völlig unverständlich, warum der Gemeinderat erst wenige Tage vor der Eröffnung des neuen Parks von der Bauherrin, den Stadtbauten Bern, über eine derartige Kostenexplosion informiert worden sei, wetterte Tschäppät. Selbstverständlich werde eine Administrativuntersuchung eröffnet. Diejenigen, die Fehler gemacht hätten, würden Konsequenzen zu tragen haben.

Schon im Mai geahnt
Dafür, dass der Park möglicherweise erneut teurer würde, gab es allerdings schon im Mai Anzeichen, wie FDP-Gemeinderätin Barbara Hayoz einräumte. Es seien verschiedene diffuse und ungenaue Zahlen herumgegeistert. Sie habe deshalb von der Projektleitung und der Bauherrin eine Konkretisierung verlangt - ohne Erfolg.

Warum Hayoz damals nicht Alarm schlug begründete die Gemeinderätin mit den widersprüchlichen Zahlen. Im Nachhinein bedaure sie es aber, nicht schon früher informiert zu haben.

Im Zentrum der Kritik stehen die Stadtbauten. Schon nach Bekanntwerden des finanziellen Debakels Anfang Woche erhoben verschiedene politische Parteien Forderungen nach neuen Köpfen bei den Stadtbauten.

Mehrkosten wegen instabilem Hang
Grund dafür, dass der Bärenpark so viel teurer wird, ist - wie schon länger bekannt - der instabile Hang am Aareufer. Der Hang machte den Bau bedeutend schwieriger als zuvor angenommen worden war. Bern will nun von den Geologen und Bauplanern Schadenersatz fordern. Der neue Bärenpark wird am 25. Oktober eröffnet. (acd, sda/ap)

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