Eine Pandemie ist eine Epidemie grossen Ausmasses. Eine ursprünglich nur regional auftretende ansteckende Krankheit (Epidemie) verbreitet sich dabei in vielen Ländern, unter Umständen auch weltweit.
Grippe-Pandemien hat es Schätzungen zufolge seit dem 16. Jahrhundert bereits etwa 30 Mal gegeben. Im 20. Jahrhundert kam es drei Mal zu Pandemien.
Wegen des dichten Flugnetzes können Infektionskrankheiten heute weitaus schneller in entlegene Regionen der Welt vordringen. Auch der Aids-Erreger HIV wurde so vergleichsweise rasch in alle Welt verbreitet.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert sechs Bedrohungsphasen einer Pandemie. Auch die Schweiz stützt sich bei ihrem Pandemieplan auf diese sechs Stufen.
Es gibt zurzeit keine mutierte Tiergrippe, die die Gesundheit von Menschen bedroht.
Zirkulierende Viren überwachen, Pandemieplan erarbeiten, über das Thema Grippe aufklären
Zwischen
2
Eine neue Tiergrippe wird zum potenziellen Risiko für Menschen.
Warnung
3
Die neue Grippe breitet sich unter Tieren aus und greift im Ursprungsland in einzelnen Fällen auf Menschen über, nicht aber in der Schweiz. Bei einem Tier in der Schweiz oder nahe der Grenze wird der mutierte Grippeerreger nachgewiesen.
Fachpersonen instruieren, wie sie die Grippe erkennen und behandeln können. Ein Pflichtlager von Medikamenten aufbauen. Exportrisiko verhindern. Einen Versorgungsplan für einen Impfstoff erstellen.
Warnung
4
Erstmals hat sich das neue Grippevirus von Mensch zu Mensch übertragen. Es handelt sich aber nur um kleine, regional begrenzte Herde. Diese Situation kann einem Notstand gleichkommen.
Sonderstab einsetzen. Federführung von BAG ans EDI übertragen. Verdachtsfälle isolieren. Medizin- und Pflegepersonal schützen. Reisen gemäss WHO beschränken. Massnahmen an Flughäfen ergreifen. Kontakte von Erkrankten nachverfolgen und diese überwachen.
Warnung
5
Die Gebiete, in denen sich Menschen gegenseitig mit dem Tiergrippevirus anstecken, werden grösser, auch in der Schweiz. Die Wahrscheinlichkeit der Mensch-zu-Mensch-Übertragung nimmt zu.
Soziale Kontakte verhindern, z.B. Massenveranstaltungen einschränken, Schulen schliessen. Kontakte von Erkrankten nachverfolgen und diese überwachen.
Pandemie
6.1.
Auf der ganzen Welt, nicht aber in der Schweiz, stecken sich Menschen gegenseitig und anhaltend mit der mutierten Tiergrippe an.
Antivirale Medikamente verteilen. Bevölkerung impfen, falls genügend Impfstoff vorhanden ist. Die wichtigsten Versorgungssysteme aufrecht erhalten, wie das Gesundheitswesen, die Energie-, Lebensmittel- und Wasserversorgung.
Pandemie
6.2.
Auch in der Schweiz stecken sich Menschen gegenseitig und anhaltend mit der Tiergrippe an.
Zurzeit berät die Weltgesundheits-Organistaion (WHO) über weitere Massnahmen gegen die Schweingegrippe. Zur Diskussion stehen die Verhängung von Reisewarnungen und eine Erhöhung der Alarmstufe von derzeit drei auf vier. Mehr