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Dienstag, 8.9.2009

Schweiz ist die wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft

Die Schweiz hat die USA in der WEF-Rangliste als wettbewerbsfähigstes Land der Welt abgelöst. Während sich die Schweiz in der Wirtschaftskrise relativ stabil halten konnte, musste die USA eine wesentliche Verschlechterung ihrer Finanzmärkte und ihrer makroökonomische Stabilität hinnehmen.

In der diesjährigen Rangliste des World Economic Forums (WEF) der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt ist die Schweiz erstmals seit 2006 wieder an oberster Stelle zu finden. Nachdem das Berechnungsmodell geändert wurde, belegten die USA seither jeweils den ersten Rang.

Hinter der Schweiz und den USA folgen Singapur auf Platz 3, Schweden auf Platz 4, Dänemark auf Platz 5, Finnland auf Platz 6, Deutschland auf Platz 7, Japan auf Platz 8, Kanada auf Platz 9 und die Niederlande auf Platz 10 im Ranking der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt.

Stabil durch die Krise
Die Goldmedaille sei dieses Mal an die Schweiz gegangen, weil sie sich in der Wirtschaftskrise als relativ stabil erwiesen habe, heisst es in der WEF-Studie. Die Schweizer Wirtschaft zeichne sich nach wie vor durch eine exzellente Innovationskraft, eine hoch entwickelte Geschäftskultur und eine hohe Effizienz des Arbeitsmarkts aus.

Viel Mittel für Forschung und Entwicklung
Gelobt werden auch die hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die weltweit zur Spitze gehörenden wissenschaftlichen Forschungsinstitute, die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, die exzellente Infrastruktur sowie die Effizienz und Transparenz der öffentlichen Verwaltung.

Weniger Hochschulabsolventen
Auf der anderen Seite liege der Anteil der Hochschulabsolventen aber hinter vielen hoch innovativen Staaten zurück. Obwohl diese Lücke in der Schweiz derzeit mit der Einwanderung gefüllt werde, sollten Anstrengungen zur verstärkten Förderung der höheren Ausbildung unternommen werden, heisst es im Bericht. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Finanzmärkte etwas schwächer geworden sind, was mit den Schwierigkeiten des nationalen Bankensektors zu tun hat.

USA leidet unter Finanzkrise
Der bisherige Spitzenreiter USA leidet mehr unter der Finanzkrise als die Schweiz. Die aus dem Gleichgewicht gebrachten US-Konzerne hätten zu weiteren Unruhen und Verunsicherung geführt, was sich insbesondere auch im Budgetdefizit und der Verschuldung der USA zeige, heisst es im WEF-Bericht. Die finanzielle Situation des US-Staats habe sich durch die konjunkturstützenden Massnahmen noch zusätzlich verschlechtert.

Im diesjährigen Global Competitiveness Index des WEF wurden 133 Länder berücksichtigt. Der Index errechnet sich auf der Bewertung von zwölf Pfeilern der Wettbewerbsfähigkeit, die im Urteil des WEF und von Partnerinstituten weltweit vergleichbar sind. (jpb, ap/sda)

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Ungemütliche Aussichten für Bundespräsident Hans Rudolf Merz. (Philipp Burkhardt, 8.9.2009)
Hören (2:00)

Weiterführender Link zum Beitrag:

  • Der WEF-Bericht

Verantwortlich für diesen Beitrag:

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