Ammann hat Gesamtweltcup praktisch in Tasche
Simon Ammann startet zu einem weiteren Sieg. (Keystone)
Doppel-Olympiasieger Simon Ammann spielt mit der Konkurrenz derzeit Katz und Maus. Der Toggenburger siegte beim Abstecher des Weltcup-Trosses nach Finnland in Kuopio zum fünften Mal Serie.
Deprimierend für Konkurrenz
Dass der Schweizer gewinnen würde, stand bereits nach dem ersten Umgang fest. Die Frage war bloss, wie weit vom Rest der Konkurrenz sich Ammann absetzen würde. Der Olympiaheld tat es mit 128,5 und 126 Metern aus Sicht der Konkurrenz auf deprimierende Art und Weise.
Der zweitklassierte Adam Malysz (Pol), der zum fünften Mal in Folge hinter Ammann Zweiter wurde, büsste mit 123 und 123,5 Metern 19 Punkte ein. Und dies, obwohl Weltcup-Leader Ammann der zweiten Sprung nicht wunschgemäss gelang.
Neue Bindung führt zum Sieg
Die gekrümmten Koppelstangen verhelfen dem Schweizer zu seinem Platz in einer eigenen Liga. Seit dem Springen in Klingenthal, wo Ammann die modifizierte Bindung Anfang Februar erstmals einsetzte, ist gegen den Schweizer kein Kraut gewachsen.
Selbst Trainer Martin Künzle gerät ins Staunen: «Mir fehlen die Worte, Simon fliegt derart überlegen. Er hat die Form von Whistler konserviert, er ist unschlagbar.»
Weltcupsieg in Griffnähe
Ammann schuf mit dem siebenten Weltcupsieg in diesem Winter mehr als bloss die Vorentscheidung im Kampf um die grosse Kristallkugel. Der 28-Jährige hat den Gesamtweltcup nicht bloss im Visier, sondern praktisch in der Tasche.
Sein letzter Konkurrent Gregor Schlierenzauer kam in Kuopio nicht über Rang 11 hinaus. Der Rückstand des Österreichers beträgt zwei Springen vor Schluss 183 Punkte. Dem Schweizer reicht somit in einem der zwei verbleibenden Springen in Lillehammer und Oslo bereits ein 14. Platz, falls sich Schlierenzauer zweimal durchsetzen sollte. (luek, si)
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