Sieg und Weltcup-Führung für Janka
Janka auf Kurs: Er könnte als erster Schweizer seit 18 Jahren die grosse Kristallkugel holen. (Reuters)
Beim Weltcupfinal in Garmisch-Partenkirchen hat Carlo Janka in der Männer-Abfahrt einen grossen Schritt in Richtung Eroberung des Gesamtweltcups gemacht. Der Bündner konnte das enorm spannende Rennen in den bayrischen Alpen mit zwei Hundertstelsekunden Vorsprung auf den Österreicher Mario Scheiber für sich entscheiden.
Podestplatz für Küng
Hinter Janka und Scheiber stieg der Glarner Patrick Küng als Dritter erstmals auf ein Weltcup-Podest. Er kam zeitgleich mit dem Kanadier Erik Guay 0,07 Sekunden hinter Janka ins Ziel. Didier Cuche, der sich bereits am Wochenende die kleine Kristallkugel für den Sieg im Abfahrtsweltcup gesichert hatte, wurde 0,19 Sekunden hinter Janka Achter.
Spannung im Gesamtweltcup
«Wenn ich noch eine Chance auf den Gesamtweltcup haben will, müssen heute viele Punkte her», hatte Jankas Einschätzung seiner Möglichkeiten vor dem Rennen gelautet. Und dank seinem insgesamt siebten Weltcupsieg hat Janka im Gesamtweltcup auch prompt wieder die Führung übernommen und liegt jetzt 54 Punkte vor dem Österreicher Benjamin Raich.
Für die letzten drei Prüfungen sieht er das Rennen zwischen sich und seinem Konkurrenten Raich komplett offen: «Es wird spannend bleiben. In den technischen Disziplinen liegen die Vorteile bei Raich. Ich muss zusehen, im Super-G möglichst viele Punkte einzufahren.»
Dominatorin Vonn geschlagen
Bei den Frauen musste sich Lindsey Vonn zum zweiten Mal in dieser Saison in einer Abfahrt geschlagen geben. Die amerikanische Olympiasiegerin wurde ebenfalls in Garmisch von ihrer deutschen Kollegin Maria Riesch um 0,48 Sekunden auf den 2. Platz verwiesen.
Die Dritte Anja Pärson folgte mit bereits 1,13 Sekunden Rückstand auf Riesch. Nadja Kamer verpasste das Podest als Vierte und beste Schweizerin um lediglich 0,09 Sekunden. Sie revanchierte sich für ihre schwachen Auftritte an den Olympischen Spielen von Vancouver. Die Trainingsschnellste Fabienne Suter wurde gemeinsam mit Nadia Styger Siebte, Dominique Gisin 14. (haem, si/dpa)
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