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Freitag, 12.3.2010

Ammann siegt und holt Gesamtweltcup

Grosser Triumph für Simon Ammann: Der vierfache Olympiasieger gewinnt den Gesamtweltcup im Skispringen. Es das erste Mal, dass sich ein Schweizer die grosse Kristallkugel holt.

Simon Ammann feiert seinen Sieg im Gesamtweltcup. (Keystone)

Simon Ammann sprang im norwegischen Lillehammer auf den ersten Rang - mit Weiten von 135 und 133,5 Metern. Mit seinem achten Saisonsieg machte der 28-Jährige den vorzeitigen Gewinn der grossen Kristallkugel perfekt.

Der Schweizer legte so viele Punkte vor, dass er bereits vor dem abschliessenden Wettkampf am Sonntag am Holmenkollen in Oslo nicht mehr eingeholt werden kann.

Weiterer Glanzpunkt in Karriere
«Das ist Wahnsinn und ein Gefühl, als wäre man frisch verliebt. Es ist unbezahlbar, diese Emotionen zu erleben», sagte der Doppel-Olympiasieger von Salt Lake City und Vancouver.

Der Toggenburger gewinnt als erster Schweizer überhaupt die grosse Kristallkugel. Unter den Springern geniesst der Gewinn des Gesamtweltcups grosse Anerkennung, weil er die Leistungskonstanz im Verlaufe des ganzen Winters widerspiegelt.

Ammann zeigte keine Nerven
Bevor sein neuester Erfolg feststand, musste Ammann ein klein wenig zittern. Bei Halbzeit führte in Lillehammer Adam Malysz. Doch dem Polen misslang im Final die Bestätigung. Malysz rutschte noch auf den dritten Platz ab. Sein härtester Konkurrent, der Österreicher Gregor Schlierenzauer, wurde Zweiter.

Ammann hingegen gefiel erneut mit Beständigkeit. Mit dem 14. Platz hätte es ihm schon gereicht, die Kristallkugel sicherzustellen. Mit seinem Sieg zeigte Ammann erneut auf, welche Ausnahme-Erscheinung er im Lager der Springer ist.

Dominator der Saison
In Lillehammer, dem Olympia-Ort von 1994, hatte Ammans unvergleichlicher Winter seinen Anfang genommen. Nach zwei zwölften Plätzen zum Auftakt im finnischen Kuusamo und in Lillehammer feierte der Toggenburger am 6. Dezember seinen ersten Vollerfolg dieses Winters.

Es folgte eine Serie, die ihresgleichen sucht. Schlechter als auf Rang fünf war Ammann nie klassiert. Dies trug ihm den Vorteil gegenüber Gregor Schlierenzauer ein, seinem hartnäckigsten Gegner. Der Österreicher verzichtete auf die beiden Wettkämpfe im japanischen Sapporo  am 16./17. Januar. Ammann seinerseits passte am 6. Februar im deutschen Willingen, um besser für die Winterspiele gerüstet zu sein.

Ammann 2009 Weltcup-Zweiter
Im vergangenen Winter hatte Ammann den Weltcup als Zweiter mit lediglich 19 Punkten Rückstand auf Schlierenzauer beendet und damit Walter Steiner egalisiert, der 1974 und 1977 ebenfalls Weltcup-Zweiter geworden war.

Küttel enttäuschte
Andreas Küttel zeigte einen enttäuschenden Wettkampf: Der Einsiedler verpatzte seinen Sprung komplett und verpasste als 48. den Finaldurchgang mehr als deutlich. (acd, si/dpa)

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