Vancouver eröffnet X. Winterparalympics
(Reuters)
Zwölf Tage nach dem Verlöschen der olympischen Flamme entzündete der 15-jährige beinamputierte Kanadier Zach Beaumont in Vancouver das Feuer für die paralympischen Winterspiele der Behindertensportler.
Eröffnung im Beisein von Rogge
Im Beisein von Jacques Rogge, dem Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), erklärte Kanadas Generalgouverneurin Michaelle Jean die Spiele um 19.55 Uhr Ortszeit für eröffnet.
Vor 60'600 begeisterten Zuschauern im ausverkauften BC Place Stadium zeichnete das bunte Programm mit typisch kanadischen Elementen eine Zeitreise durch die Entwicklung der Paralympics nach.
Keine Spiele zweiter Klasse
Damit machte Kanada vor allem eines klar: Die Paralympics sind für sie keine Spiele zweiter Klasse, sondern ein weiteres Grossereignis, auf das die ganze Welt schaut. Dazu passt auch, dass über 70 Prozent der rund 250'000 Eintrittskarten bereits verkauft sind.
Dass man trotz Behinderung (fast) alles tun kann, wurde auf der Eröffnungsfeier unter dem Titel «Ein Einziger inspiriert viele» mehrfach deutlich. Vor allem in dem Moment, als ein Rollstuhl-Fahrer durch die Halfpipe fuhr und einen Salto stand.
64 Medaillen-Entscheidungen
Bis zum 21. März werden in Vancouver und Whistler 64 Medaillensätze vergeben. Bei den Paralympischen Winterspielen wetteifert die Rekordzahl von 506 seh- und körperbehinderten Sportlern um die besten Platzierungen in den Sportarten Ski nordisch, Ski alpin, Biathlon, Rollstuhl-Curling und Slegde-Hockey.
«Die Show wird ein Lächeln in die Gesichter zaubern und zu Tränen rühren», hatte John Furlong, Chef des Organisationskomitees Vanoc, vor der Eröffnungsfeier versprochen.
Die Schweiz wird bei den Alpinen, im Rollstuhl-Curling, Biathlon und Langlauf vertreten sein. Die Schweizer Fahne trug der 23 Jahre alte Skirennfahrer Thomas Pfyl. Er gewann 2006 in Turin zwei Medaillen. (haem, sda/dpa)
