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Donnerstag, 15.7.2010

Nur der FC Basel regelt die Sicherheit

Die Kantone wollten zusammen mit den Fussball-Vereinen Massnahmen erarbeiten, um die Sicherheit bei Fussball-Spielen zu erhöhen. Doch kurz vor Saisonstart hat nur der FC Basel ein solches Konzept.

Am Samstag beginnt in der Schweiz die Fussball-Meisterschaft. Sie hätte im Kampf gegen die Gewalt in und um die Stadien ein neues Kapitel eröffnen sollen: mit neuen Verträgen zwischen den Clubs und den Polizeibehörden, mit klar geregelten Verantwortlichkeiten bezüglich der Sicherheit.

FC Basel als einziger mit Vereinbarung
Doch kurz vor dem Saisonstart kann mit dem FC Basel nur ein einziger der grossen Vereine eine solche Vereinbarung vorweisen. Dabei hatte die Konferenz der kantonalen Polizeidirektoren (KKJPD) noch im April gehofft, bis Ende Juni hätten sich alle Grossvereine ähnlich verpflichtet.

Kritik an den Behörden
Am runden Tisch von Sportminister Ueli Maurer wurde eine entsprechende Mustervereinbarung erarbeitet. Aber Zürich, Bern, St. Gallen oder auch Neuenburg sind noch weit von einer Einigung entfernt.

Die Behörden stünden in der Kritik, sagte Claudius Schäfer von der Swiss Football League gegenüber Schweizer Radio DRS. Aufgrund der Rückmeldungen der Clubs hätte die Fussball-Liga feststellen müssen, dass es den Behörden vielfach nur um die Beteiligung der Fussball-Clubs an den Kosten für die Sicherheit ging, so Schäfer.

Kostenfrage im Zentrum
Der Basler Polizeidirektor Hanspeter Gass konterte, gerade das Beispiel Basel zeige, dass die öffentliche Hand immer noch den Grossteil der Sicherheitskosten trage. Der FC Basel bezahle auch mit dem neuen Vertrag nur rund 1,6 der insgesamt 5 Millionen Franken.

Claudius Schäfer hofft nun, dass trotz verfehltem Ziel die Mustervereinbarung des runden Tisches weiter wirkt und dass weiter Gespräche zwischen den Behörden und den Clubs stattfinden werden. Er appelliert an alle Beteiligten, nicht nur die Kostenfrage im Blick zu haben. (cdm/gasf)

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