Schweiz und Australien trennen sich torlos
Vergab die wohl grösste Chance des Abends: Alex Frei. (Keystone)
Die Schweizer haben im letzten Test vor dem Start zur EM-Ausscheidung gegen Australien nur ein 0:0 erreicht. Die beste Chance zum Sieg vergab Alex Frei, der einen Foulpenalty verschoss.
Schweizer besser
Die Elf von Trainer Ottmar Hitzfeld spielte phasenweise erfrischend und gut. Nach der Pause dominierte die erheblich umformierte Schweizer Equipe den robusten Herausforderer gar diskussionslos. Aber ein Manko blieb bestehen: Hitzfelds Auswahl schiesst kaum Tore.
Nach einer Reihe attraktiver Spielzüge und Abschlüsse - Margairaz mit einem Volley und einem Schrägschuss, Degens Schuss - bot sich Alex Frei nach exakt einer Stunde die Offerte zum Führungstor. Doch der Captain scheiterte vom Penaltypunkt aus.
Der Topskorer, der kaum je einen Elfmeter verschiesst, schlenzte den Ball über die Latte. Offenbar pflegt das St. Galler Publikum auf Fehlschüsse des Baslers besonders empfindlich zu reagieren. In der Folge wurde der beste Stürmer der SFV-Geschichte mit Schmährufen und Pfiffen eingedeckt.
Hitzfeld empört
Hitzfeld machte seinem Ärger über die Fanreaktionen anschliessend Luft. «Es war peinlich, wie sich ein paar St. Galler Zuschauer benommen haben», sagte der Trainer. «Alex Frei hat grosse Verdienste und schon manchen wichtigen Elfmeter verwertet.»
Das unsinnige Verhalten einiger Fans stufte er als «total unfair» ein. Voreilige Konsequenzen seien zwar fehl am Platz. «Aber», schob der aufgebrachte Hitzfeld nach, «wir müssen uns gut überlegen, wo wir künftig unsere Heimspiele austragen werden.»
AFG-Arena, St. Gallen - 14'660 Zuschauer - SR Einwaller (Ö).
Schweiz: Wölfli; Lichtsteiner (46. Sutter), Affolter, Grichting (46. von Bergen), Fernandes; David Degen (70. Ziegler), Inler (46. Schwegler), Margairaz, Bunjaku; Frei (67. Costanzo); Derdiyok (46. Shaqiri).
Australien: Schwarzer; Wilkshire, Neill, Spiranovic, Carney; Emerton, Culina, Valeri (82. Jedinak), Holman (84. Oar); McDonald, Cahill (67. Vidosic).
