Hintergrund: Champions Hockey League
Die Champions Hockey League wurde 2009 erstmals ausgetragen. Der Internationale Eishockey-Verband hatte den neuen Europacup 2008 nach dem Vorbild der amerikanischen National Hockey League NHL ins Leben gerufen. Seine Vorgänger waren mangels Interesse nach jeweils vier Jahren wieder eingestellt worden.
1,5 Millionen für den Sieg
Anders als bis anhin ging es in der Champions League erstmals um eine stattliche Summe Preisgeld; insgesamt wurden 16 Millionen Franken ausgeschüttet. Der Sieger kassierte eine 1,5 Millionen Franken. Zudem winkten ihm weitere 1,5 Millionen, sollte er in einem Jahr den Victoria Cup gegen einen Vertreter der NHL gewinnen.
Gazprom abgesprungen
Der neue Europacup hätte während der ersten drei Jahre vom russischen Energiekonzern Gazprom, dem der russische Präsident Alexander Medwedew vorsitzt, und von zwei schwedischen Investoren finanziert werden sollen. Der russische Präsident gehört auch im Welteishockey zu den mächtigsten Männern: Er präsidiert die ambitionierte neue russische Eishockey-Liga KHL.
Wegen der Finanzkrise zogen sich die Investoren um den Energielieferanten Gazprom aber bereits schon nach einem Jahr zurück.
TV-Markt gewinnen
Mit ihrem Geld hofften die Initianten der Champions League, dem Wettbewerb die nötige Beachtung im Werbe- und TV-Markt zu verschaffen. Das fehlende Interesse hatte die vorangegangenen Europacups scheitern lassen.
Gescheiterte Vorgänger
Die Champions Hockey League hat drei Vorgänger: Ein kurzes Intermezzo war der Europapokal der Landesmeister von 1965/66. Es folgten 1996 die European Hockey League, die nach vier Jahren wieder eingestellt wurde, und von 2005 bis 2008 der European Champions Cup in St. Petersburg.
