Zwei Frauen für den Verwaltungsrat der UBS
Die Grossbank UBS will zwei Frauen in den Verwaltungsrat holen: die Volkswirtschafterin und Noch-Wirtschaftsberaterin der deutschen Regierung, Beatrice Weder di Mauro, und die Rechtsprofessorin und Anwältin Isabelle Romy.
Im Aufsichtsgremium der Grossbank tut sich damit in nächster Zeit einiges: Seit längerem ist bekannt, dass Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger mit der Generalversammlung vom 3. Mai zurücktritt. Sein Nachfolger soll der Deutsche Axel Weber werden. Noch nicht bekannt war, dass auch Bruno Gehrig aus dem Verwaltungsrat ausscheiden wird.
Weder di Mauro gibt Mandat als «Wirtschaftsweise» ab
Weder di Mauro ist seit 2001 Professorin für Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftspolitik und Internationale Makroökonomie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Sie ist zudem Mitglied im europäischen Beratungsausschuss des Internationalen Währungsfonds.
Seit 2004 gehört Weder di Mauro dem deutschen Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung an, den sogenannten «Wirtschaftsweisen». Dieses Mandat will sie für die Wahl in den UBS-Verwaltungsrat nun aufgeben, um damit «auch nur den Anschein» eines Interessenskonfliktes zu vermeiden. Sie habe der deutschen Regierung mitgeteilt, dass sie für die demnächst anstehende Wiederberufung in den Sachverständigenrat nicht mehr zur Verfügung stehe.
Isabelle Romy ist Partnerin der Zürcher Anwaltskanzlei Niederer Kraft & Frey. Sie ist spezialisiert auf internationale Prozessführung und Schiedsgerichtsbarkeit. Daneben ist sie seit 1996 assoziierte Professorin an der Universität Freiburg und an der ETH Lausanne (EPFL). Seit 2002 sitzt sie in der Sanktionskommission der Schweizer Börse SIX und seit 2008 ist sie deren Vizepräsidentin.
Gegenwärtig ist Ann Godbehere die einzige Frau im elfköpfigen UBS-Verwaltungsrat. (ank, sda/reuters)
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