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Beschäftigungsprogramme und Weiterbildungskurse helfen arbeitslosen Sozialhilfebezügern nicht, eine neue Stelle zu finden. Das zeigt eine Umfrage des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) bei 1529 Sozialhilfeempfängern in fünf Schweizer Städten.
Das Resultat ist ernüchternd: Nur gut ein Viertel der befragten Personen hat den Sprung zurück ins Erwerbsleben ganz geschafft. Vor allem diejenigen mit einer abgeschlossenen Ausbildung fanden wieder dauerhaft eine Stelle.
Deutlich schlechtere Chancen haben dagegen schlecht Ausgebildete und über 50-Jährige. Die Erkenntnis des Seco ist umso ernüchternder, weil die Studie einen Zeitraum abdeckt, in dem die Wirtschaft florierte.
Vermittlung verbessern
«Wir reden hier von Leuten, die durch alle sozialen Maschen gefallen sind», sagte Rolf Maegli, Leiter der Basel-Städtischen Sozialhilfe und Vizepräsident der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe Skos gegenüber Schweizer Radio DRS.
«Wir können die Vermittlung verbessern, das ist sicher so», so Maegli. Aber das grosse Problem sei, dass der Arbeitsmarkt nicht mehr in der Lage sei, alle arbeitswilligen Menschen aufzunehmen.
Beschäftigungsprogramme wirken nicht
Die Studie zeigt Brisantes: Auch Weiterbildungen, Kurse für das richtige Bewerben oder Beschäftigungsprogramme helfen Sozialhilfeempfängern nicht bei der Stellensuche. Ein Drittel der Befragten nutzte zwar solche Angebote, hatte aber dennoch nicht bessere Chancen als vergleichbare Sozialhilfebezüger, die keine Hilfen erhielten.
Kurse können sogar kontraproduktiv sein: Wer lange in einem Hilfsprogramm bleibt, scheint das Interesse zu verlieren, sich selber um einen Job zu bemühen. In der Studie heisst es: «Keine Massnahme zu verfügen, ist in vielen Fällen die deutlich wirkungsvollste Massnahme».
Schlechte Chancen
Vor allem ältere und schlecht gebildete Sozialhilfeempfänger schaffen den Schritt in den Arbeitsmarkt kaum. Viele haben zusätzlich Gesundheitsprobleme und sind der heutigen Arbeitswelt nicht gewachsen.
Keinen Einfluss auf die Wiedereingliederung habe die Nationalität oder das Geschlecht. In der Schweiz empfangen rund 250'000 Menschen Sozialhilfe. (acd/meid, sda)
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