Post-Angestellte gegen «Distrinova»
Mehrere hundert Post-Angestellte haben sich in Bern zu einer Protestkundgebung gegen das Rationalisierungsprojekt «Distrinova» versammelt. Die Kundgebungsteilnehmer befürchten, dass bei der Briefzustellung viele Jobs in Teilzeitstellen umgewandelt werden.
Post will 270 Stellen einsparen
Mit Distrinova will die Post die Briefzustellung weiter automatisieren und damit 270 Stellen einsparen. Entlassungen soll es nicht geben. Der Abbau könne durch natürliche Fluktuationen aufgefangen werden, versicherte die Post im Juni.
Vollzeitjobs in Teilzeitstellen umwandeln
Die Gewerkschaft Syndicom kritisierte, die Post sage nur die halbe Wahrheit. Es sei zu befürchten, dass mit Distrinova viele Vollzeitjobs in Teilzeitstellen umgewandelt würden.
«Heute kann ein Pöstler von seinem Lohn leben, auch mit einer Familie», sagte Fritz Gurtner von der Gewerkschaft Syndicom im Juni. Dies könnte sich mit «Distrinova» ändern, denn mit einem Teilzeitjob werde es gerade für Familien finanziell bald einmal eng.
Die Gewerkschaft, die zur Kundgebung in Bern aufgerufen hat, fordert von der Post flankierende Massnahmen. So soll die wöchentliche Arbeitszeit bei gleichem Lohn um fünf Stunden verkürzt werden. (mz, sda)
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