Postauto mit Wasserdampf
Eines von fünf Postautos, das mit einer Brennstoffzelle angetrieben wird. Als Treibstoff benötigt es nur Wasserstoff, einziges Abfallprodukt ist Wasserdampf. (zvg)
Die Fahrt in diesem Bus ist auffallend leise. Motorengeräusch ist kaum zuhören. Der Grund: Die neuen Postautos, die in der Region Brugg getestet werden, nutzen Wasserstoff für den Antrieb. Beim Fahren entstehen keine Abgase, ausgestossen wird einzig Wasserdampf. Die Lärmemissionen sind gemäss des Transportunternehmens sehr gering. Beim Bremsen können die Busse Energie zurückgewinnen.
Wasserstoff für den Antrieb
Die fünf baugleichen Busse werden ausschliesslich mit Wasserstoff betankt. In der Brennstoffzelle wird der Wasserstoff in elektrische Antriebsenergie umgewandelt. Der Prototyp des Niederflurmodells war 2009 lanciert worden. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass während der fünfjährigen Versuchsphase mindestens 2000 Tonnen CO2 eingespart werden können.
Die Brennstoffzellen-Postautos werden ab dem Fahrplanwechsel vom 11. Dezember schrittweise den Linienbetrieb aufnehmen, wie die Schweizerische Post mitteilte. Der Versuch soll fünf Jahre dauern.
Erste Wasserstofftankstelle in der Schweiz
Die Post baut in Brugg auch die erste Schweizer Wasserstofftankstelle für die Busse. Der grösste Teil des Wasserstoffs soll direkt bei der Tankstelle produziert und vollständig aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasserkraft, Sonnen-, Windenergie und Biomasseanlagen gewonnen werden.
Die Anschaffung der fünf Postautos mit Brennstoffzellenantrieb kostet elf Millionen Franken. Mehrere Partner unterstützen den Langzeittest, unter anderen das Bundesamt für Energie und die Europäische Union. Der Kanton Aargau steuert 1,5 Millionen Franken aus dem Swisslotto-Fonds bei. (fisj, sda)
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