Durchzogene Reaktionen auf neuen Post-Präsidenten
Peter Hasler, neuer Post-Präsident, und sein Vorgesetzter, Postminister Moritz Leuenberger. (Keystone)
Von Inlandredaktorin Elisabeth Pestalozzi
Der neue Präsident des Verwaltungsrats der Post heisst Peter Hasler. Der ehemalige Direktor des Arbeitgeberverbands ersetzt Claude Béglé per sofort.
FDP zeigt sich erfreut
Hasler sei eine ausgezeichnete Wahl, findet sein Parteikollege Rolf Büttiker, der Solothurner FDP-Ständerat und Mitglied der Fernmelde- und Verkehrskommission: «Herr Hasler hat schon bewiesen, dass er führen kann. Er kennt die Schweiz und die politischen Mechanismen der Schweiz sehr gut.»
Ausserdem habe Hasler als Direktor des Arbeitgeberverbandes bewiesen, dass er über Sozialkompetenz verfüge, was bei der Post sehr wichtig sei, sagte Büttiker gegenüber Schweizer Radio DRS.
Lob von der CVP
Auch aus der anderen Mitte-Partei, der CVP, kommen lobende Worte. Man habe offensichtlich Lehren gezogen aus der Affäre Béglé, sagte der Zuger Ständerat Peter Bieri.
«Man ist jetzt zurückgekehrt zu einer Persönlichkeit, die man kennt, die auch bereits den Beweis erbracht hat, dass sie mit der Öffentlichkeit und den politischen Behörden umgehen kann», so Bieri gegenüber Schweizer Radio DRS.
Gewerkschaften zufrieden
Auch die Gewerkschaften reagieren wohlwollend auf die Wahl des früheren Direktor des Arbeitgeberverbandes. Fritz Gurtner, Vizepräsident der Gewerkschaft Kommunikation, ist überzeugt, dass die Gewerkschaften mit Hasler zusammenarbeiten können. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass er kompromissfähig sei.
SP betrachtet Hasler als Risiko
Aus der Vergangenheit könne nicht auf die Zukunft geschlossen werden, sagte hingegen SP-Nationalrat Andrea Hämmerli. Er beurteilt die Wahl Haslers äusserst skeptisch.
«Ich betrachte es als Risiko, genauso wie die Wahl von Herrn Béglé, die am Anfang alle begeistert aufgenommen haben und am Schluss alle als schlecht befunden haben. Es geht sehr schnell in diesem Geschäft und ich hoffe sehr für Herrn Hasler, aber auch für die Post, dass er das in den Griff bekommt», sagte Hämmerle gegenüber Schweizer Radio DRS.
SVP kritisiert Wahlverfahren
Gar skandalös findet die Wahl Haslers SVP-Parteipräsident Toni Brunner. Dabei gehe es ihm nicht um die Person Peter Hasler, die sei akzeptabel. Es gehe vielmehr um die schnelle Wahl des neuen Post-Präsidenten.
«Wie soll hier ein Auswahlverfahren stattgefunden haben, das transparent war und in das der Gesamtbundesrat involviert war», fragte Brunner rhetorisch. (cdm)
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