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Montag, 15.3.2010

Millionensaläre für UBS-Spitze

Bestbezahlter UBS-Manager war 2009 der neue Co-Chef der Investmentbank. Carsten Kengeter erhielt 13 Millionen Franken. Insgesamt bezahlte die UBS der Geschäftsleitung fast 69 Millionen Franken.

Trotz Milliardenverlust hat die UBS auch 2009 ihre Top-Manager mit fürstlichen Millionensalären bedacht. Allein für die amtierende Geschäftsleitung wendet die Grossbank laut Geschäftsbericht 68,7 Millionen Franken auf.

Chef der Investmentbank verdient am meisten
Der derzeit bestverdienende Manager ist Carsten Kengeter, einer der beiden Chefs der Investmentbank. Er bekommt 13,2 Millionen Franken, wie dem Geschäftsbericht zum Jahr 2009 zu entnehmen ist. Der grösste Teil davon wird in Aktien ausbezahlt, die für drei bis fünf Jahre gesperrt sind.

Konzernchef Oswald Grübel ist somit nicht der Topverdiener der UBS. Es ist bekannt, dass Grübel 3 Millionen Franken Fixgehalt erhält. Grübel verzichtet auf eine variable Leistungsvergütung. Die anderen Konzernleitungsmitglieder und weitere Führungskräfte erhalten laut Geschäftsbericht einen Bonus und variable Aktienvergütungen.

Weil Grübel als neuer UBS-Chef aber auf weiter laufende Bonuszuteilungen von seinem früheren Arbeitgeber Credit Suisse verzichtet hatte, bot ihm die UBS einen grosszügigen Tausch an: Grübel hält nun 4 Millionen Aktienoptionen, deren Marktwert per Zuteilungsdatum 26. Februar 13,1 Millionen Franken beträgt.

Bescheidener Verwaltungsrat
Gegenüber den Spitzenlöhnen der Investmentbanker wirken die Saläre des Verwaltungsrats geradezu bescheiden. Präsident Kaspar Villiger verdiente total 676'571 Franken.

Höchstbezahlter Verwaltungsrat ist Peter Sidwell, Chef des Risk Committee, mit 725'000 Franken. Sämtliche Ende 2009 amtierenden Verwaltungsräte bekommen weder Bonus noch eine variable Aktienvergütung, wie der Bericht weiter zeigt.

Sie bekommen aber als Vergütungsbestandteil eine fixe Zahl UBS-Aktien, um so doch am Geschäftsgang der UBS teilhaben zu können. Präsident Villiger verzichtet von sich aus auf die Aktien.

Mehrere Millionen Abgangsentschädigung
Teuer kam die UBS der Abgang, beziehungsweise die faktische Entlassung, mehrerer Topmanager im vergangenen Jahr zu stehen.

Rund 39 Millionen Franken zahlte sie - meist auf Grund vertraglicher Verpflichtungen - an die sechs abgetretenen Manager Marcel Rohner, Jerker Johansson, Raoul Weil, Walter H. Stürzinger, Rory Tapner und Marten Hoekstra.

Der Ende Februar 2009 ausgeschiedene CEO Rohner erhielt für die zwölfmonatige Kündigungsfrist ein Jahressalär von 1,5 Millionen Franken und keine Boni, aber einen einmaligen Beitrag von 1,2 Millionen Franken in die Pensionskasse.

Der Ende April abgetretene Verwaltungsratspräsident Peter Kurer kassierte 2009 noch 0,8 Millionen Franken Salär sowie eine Pauschale von einer Million Franken für Beratungsdienstleistungen. Zudem zahlte ihm die UBS einen einmaligen Beitrag von 3,3 Millionen Franken in die Pensionskasse.

Drei Milliarden Boni
Trotz der umfassenden Informationen der UBS bleiben einige Fragen offen, zum Beispiel, wie viel Boni die UBS ihren rund 65'000 Mitarbeitenden für 2009 total versprochen hat.

2,9 Millarden werden bekanntlich sofort ausbezahlt. Unklar ist aber, wie viel in den nächsten Jahren rückwirkend ausbezahlt wird, wenn sich die Bank weiter erholt.

Es sei schwierig, dies auszurechnen, so die UBS. Die Credit Suisse hingegen legte hierzu eine Zahl vor. (bat/cdm, sda/ddp)

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Wirtschaftsredaktorin Eveline Kobler analysiert die Boni-Zahlen der UBS. (Daniel Schmidt, 15.3.2010)
Hören (4:44)

Dienstag, 9.2.2010

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