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Donnerstag, 8.4.2010

Überraschend wenig Arbeitslose im März

Die Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt hat sich im März weiter entspannt. Die Arbeitslosenquote ist von 4,4 Prozent auf 4,2 Prozent gesunken.

Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit im Seco. (Archiv: Reuters)

Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist stärker zurückgegangen als erwartet. Im März 2010 hatten 166'032 Personen keine Arbeit. Das sind 6967 weniger als im Februar.

Die Arbeitslosenquote ist somit von 4,4 Prozent auf 4,2 Prozent zurückgegangen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte. Ein Teil dieses Rückgangs beruht allerdings auf saisonalen Effekten, da im Frühling wieder mehr Leute im Bau oder im Gastgewerbe gebraucht werden.

Tiefste Arbeitslosenquote seit drei Jahren
Um solche saisonalen Effekte bereinigt verharrte die Arbeitslosen-Quote bei 4,1 Prozent.  Serge Gaillard, der Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco spricht gegenüber Schweizer Radio DRS von einer erfreulichen Entwicklung. «Die Arbeitslosigkeit hat bereits in den letzten Monaten, wenn wir von saisonalen Bewegungen absehen, stagniert. Jetzt nahm sie richtiggehend ab. Seit drei Jahren haben wir nie mehr einen so starken Rückgang der Arbeitslosigkeit erlebt in der Schweiz.»

Mehr offene Stellen
Dass sich die Situation auf dem Schweizer Arbeitsmarkt im März verbessert hat, zeigen weitere Zahlen des Seco. Die Zahl der Stellen-Suchenden ist zurückgegangen. Gleichzeitig ist die Zahl der offenen Stellen gestiegen.

Weniger arbeitslose Jugendliche
Deutlich gesunken ist die Jugendarbeitslosigkeit. Bei den 15- bis 24-Jährigen waren 26'752 ohne Arbeit. Die Quote sank binnen Monatsfrist von 5,2 auf 4,8 Prozent.

Ausländer öfter ohne Arbeit
Von der Arbeitslosigkeit besonders betroffen waren Ausländer. Bei ihnen betrug die Arbeitslosenquote im März 8,3 Prozent. Bei den Schweizern lag sie bei 3,0 Prozent.

Ob der Schweizer Arbeitsmarkt das Schlimmste definitiv überstanden hat, lässt sich noch nicht mit Sicherheit sagen. Die Prognosen zur weiteren Entwicklung der Konjunktur in der Schweiz und im Ausland sind noch zu unsicher. (rend, sda/reuters)

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