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Donnerstag, 2.9.2010

Royal Bank of Scotland streicht weitere Stellen

In der Krise war die Royal Bank of Scotland so stark in Schieflage geraten, dass sie nur mit Staatshilfe überleben konnte. Seither fährt die Bank einen rigiden Sparkurs und streicht nun weitere 3500 Jobs.

Die britische Grossbank Royal Bank of Scotland hat erneut einen Stellenabbau angekündigt. Nach Angaben der mittlerweile fast vollständig verstaatlichten Bank werden in mehreren Verwaltungszentren landesweit rund 3500 Arbeitsplätze gestrichen.

Die Bank, die inzwischen zu 83 Prozent im Staatsbesitz ist, will damit nach eigenen Angaben ihre Kosten weiter senken und die Rentabilität stärken. Das eingesparte Geld solle auch dazu genutzt werden, die Staatshilfen zurückzuzahlen.

Seit 2009 hat die Royal Bank of Scotland mehr als 20'000 Stellen abgebaut. Erst im Mai waren 2600 Jobs im Versicherungsgeschäft und im britischen Privatkundengeschäft gestrichen worden.

Rund 160'000 Beschäftigte weltweit
Weltweit beschäftigt die Bank derzeit etwa 160'000 Menschen. Nach ihrem Beinahe-Zusammenbruch versucht die Bank auf Geheiss der EU mit einer Schrumpfkur wieder auf eigene Beine zu kommen.

Dazu verkaufte das Institut mehrere Geschäftsbereiche. Zuletzt ging der Zahlungsdienstleister RBS WorldPay für 2 Milliarden Pfund an einen Finanzinvestor und 300 britische Filialen für rund 1,7 Milliarden Pfund an die grösste spanische Bank Santander.

Wegen der Übernahme der niederländischen Bank ABN Amro stand die Royal Bank of Scotland bereits vor der Finanzkrise auf tönernen Füssen. Als die Branche beinahe kollabierte, schoss der Staat Milliarden in das Institut. (ank/reuters)

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Chronik einer beispiellosen Krise


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