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Freitag, 3.2.2012

Weniger Arbeitslose in den USA

Gute Nachrichten in den USA: Die Lage am Arbeitsmarkt entspannt sich weiter. Zwar haben noch immer 8,3 Prozent der Amerikaner keinen Job. Das ist aber die niedrigste Rate seit fast drei Jahren.

Noch immer suchen Millionen von US-Bürgern eine Arbeit. (Keystone)

Die Arbeitslosenquote in den USA ist auf den tiefsten Stand seit Februar 2009 gesunken. Das schürt die Hoffnung, dass die weltgrösste Volkswirtschaft mehr Fahrt aufnimmt.

Die Zahl der Beschäftigten ausserhalb der Landwirtschaft stieg um 243'000 und damit so stark wie seit April nicht mehr. Das ist deutlich mehr, als Analysten erwartet hatten. Die Arbeitslosenquote fiel damit im Januar auf 8,3 von 8,5 Prozent, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte.

Millionen ohne Arbeit
In der Finanzkrise hatte sich die Arbeitslosenquote in den USA rasch auf etwa zehn Prozent verdoppelt. Rund neun Millionen Jobs gingen verloren, gut 19 Millionen Amerikaner sind arbeitslos oder gelten als unterbeschäftigt.

Seitdem kommt der Arbeitsmarkt kaum voran, während viele Firmen wieder grosse Gewinne machen.

Gut für Obamas Wahlkampf
Die Daten sind gute Nachrichten für US-Präsident Barack Obama, der im November wiedergewählt werden will. Die Arbeitslosenquote ist nun wieder so niedrig wie im ersten Monat nach seinem Amtsantritt im Januar 2009. Im vergangenen Jahr hatte sie noch bei mehr als 9 Prozent gelegen. Obama dürfte dies Rückendeckung gegen seine republikanischen Herausforderer verschaffen, die ihm eine erfolglose Wirtschaftspolitik vorhalten.

Private Firmen verantwortlich
Für den Aufbau neuer Stellen sorgten zum Jahresanfang erneut nur private Firmen, sie schufen 257'000 Jobs. Der Staat hingegen baute per Saldo 14'000 Stellen ab, es war allerdings der kleinste Rückgang seit September. Zudem entstanden in Unternehmen im November und Dezember 60'000 Arbeitsplätze mehr als ursprünglich gemeldet.

Risiko Schuldenkrise
Die US-Zentralbank Fed prognostizierte in der vergangenen Woche, dass die Quote vorerst zwischen 8,2 und 8,5 Prozent stagnieren wird. Erst 2013 werde sie unter 8 Prozent fallen. Die schwere Schuldenkrise in Europa und die Finanzkrise im eigenen Land seien erhebliche Risiken für die mittelfristigen Konjunkturaussichten der USA. (luek, reuters/dpa/sda)

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