Starker Franken schmälert Gewinn von Orell Füssli
Orell Füssli leidet unter sinkenden Buchpreisen. (Archiv Keystone)
2011 war für Orell Füssli kein Glanzjahr: Die Buchhandels- und Industriegruppe setzte nur noch 289 Millionen Franken um - das sind 9 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Betriebsgewinn sank von 13,2 Millionen auf 2,3 Millionen Franken. Allen voran lief das Geschäft mit den Büchern schlecht.
Laut Orell Füssli war dies geprägt von Preissenkungen von bis zu 10 Prozent wegen des starken Frankens. In Kombination mit einem leichten Absatzrückgang habe sich dies massiv auf den Umsatz ausgewirkt. Trotz Kosteneinsparungen verschlechterte sich das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr.
Nicht zufriedenstellend lief zudem das Industriegeschäft Atlantic Zeiser. Dieser konnte 2011 zwar den Umsatz in Euro steigern, blieb das Wachstum aber deutlich unter den Erwartungen. Die Personalkosten seien überproportional gewachsen. Massnahmen zur Senkung der Fixkosten seien in die Wege geleitet worden.
Kleinere Marge
Im Sicherheitsdruck hingegen habe trotz der unerwarteten Verzögerungen beim Druck der neuen Schweizer Banknoten dank ausländischen Aufträgen eine gute Auslastung der Produktion erreicht werden können. Der starke Franken habe allerdings zu einer erheblichen Margenminderung geführt.
Orell Füssli schaut vorsichtig positiv in die Zukunft. Beim Buchhandelsgeschäft rechnet Orell Füssli mit einer Beruhigung bei der Preisentwicklung.
Dank der Bereinigung des Filialnetzes und dem Ausbau der Internetaktivitäten sei man zuversichtlich bessere Ergebnisse zu erreichen. Im Sicherheitsdruck werde die Produktion der Schweizer Banknoten für eine Rückkehr zum gewohnten Ertragsniveau sorgen. (fors, sda)
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