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Montag, 11.1.2010

Leuenberger stärkt Béglé den Rücken

Bundesrat Moritz Leuenberger stellt sich hinter Claude Béglé, Verwaltungsratspräsident der Post. Die Kommission des Ständerats ist zufrieden mit den Auskünften des Postministers.

Leuenberger gibt vor den Medien Auskunft. (Keystone)

Bundesrat Leuenberger verteidigt Béglé

Seit Tagen gibt Claude Béglé, Verwaltungsratspräsident der Post, zu reden. Zu reden gibt immer mehr auch, wie Béglé zu seinem Amt gekommen ist. Einer, der ganz genau weiss, wie und warum Béglé Verwaltungsratspräsident wurde, ist Bundesrat Moritz Leuenberger.

Hören

Postminister Moritz Leuenberger hat das Auswahlverfahren und die Wahl des umstrittenen Post-Präsidenten Claude Béglé vor der zuständigen Ständeratskommission verteidigt.

Die Wahl Béglés sei seinerzeit «absolut korrekt» abgelaufen, sagte Leuenberger vor den Medien, nachdem er der Kommission Auskunft gegeben hatte. Er sei froh, dass er vor den Vertretern des Ständerats die Sachverhalte habe richtig stellen können. «Die Arbeit von Herrn Béglé wird sehr geschätzt», sagte Leuenberger.

Béglé steht nicht zur Debatte
Die Vorwürfe gegen Béglé bezeichnete Leuenberger als «Schlammschlacht». Béglé habe damals alle Voraussetzungen für dieses Amt erfüllt. Jetzt tue man so, «als ob man irrtümlicherweise jemanden mit einem Kainsmal gewählt hätte», so Leuenberger weiter.

Entsprechend gebe es dort auch nichts zu untersuchen. Leuenberger stellte deshalb klar, dass die Arbeitsgruppe mit seinem Generalsekretär Hans Werder und dem Chef der Finanzverwaltung, Peter Siegenthaler, nicht Auftrag habe, das Anstellungsverfahren Béglés zu untersuchen.

Die Arbeitsgruppe sei damit betraut, die nächste Generalversammlung vorzubereiten und zu analysieren, wie der Verwaltungsrat der Post künftig aussehen solle. Den Vorwurf der Befangenheit gegen Werder und Siegenthaler tat Leuenberger daher als unberechtigt ab.

Einstimmiger Entscheid gegen Kunz
Auch im Zusammenhang mit dem eigentlichen Auslöser der Kontroverse um Béglés Führungsqualitäten - der Entlassung von Post-Konzernchef Michel Kunz Mitte Dezember -, verteidigte Leuenberger den Verwaltungsratspräsidenten.

Der Entscheid, sich von Kunz zu trennen, sei im Verwaltungsrat einstimmig bei einer Enthaltung gefallen, sagte er. Dass seither zwei Verwaltungsräte im Abstand von zwei Wochen ihren Rücktritt ankündigten, bezeichnete er als bewusste  Inszenierung der Béglé-Gegner.

Ständeratskommission zufrieden
Die Kommission des Ständerats ist zufrieden mit den Erklärungen von Postminister
Leuenberger. Er habe glaubwürdig dargelegt, dass das Verfahren zur Auswahl des Post-Präsidenten normal verlaufen sei, sagte Kommissionspräsident Christoffel Brändli von der SVP vor den Medien in Bern.

Er betonte jedoch, die Kommission habe nur das Wahlverfahren und nicht die Wahl selbst zu beurteilen. «Wir haben keine Bewertung von Herrn Béglé vorgenommen», sagte der Kommissionspräsident. «Das muss jetzt der Bundesrat tun.»

Die aktuelle Situation bei der Post sei sehr unerfreulich, sagte Brändli. Es sei nicht gut, wenn in der Leitung der Post derartige Differenzen bestünden. Deshalb sei es wichtig, dass möglichst bald Ruhe einkehre. Mit den Schritten, die Postminister Leuenberger dazu eingeleitet hat, ist die Kommission ebenfalls zufrieden. (haem/cdm, sda/ap)

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Montag, 11.1.2010

Leuenberger muss Red und Antwort stehen

Der Wellengang um das Führungschaos in der Teppichetage der Post hat das Bundeshaus erreicht. Bundesrat Leuenberger muss vor der Fernmeldekommission für seine Personalentscheide geradestehen.  Mehr

Chronologie: Die Post-Affäre

Béglé: Ein Mann, der immer wieder aneckt


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