Peter Hasler wird neuer Post-Präsident
Peter Hasler, der neue VR-Präsident der Post. (Keystone)
Porträt des neuen Präsidenten der Post
Peter Hasler tritt per sofort die Nachfolge von Claude Béglé als Post-Präsident an. Dies gab das Eidgenössische Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) nach der Wahl durch den Bundesrat bekannt.
«Wir sind die Post»
Hasler, der ehemalige Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes, betrachtet sein neues Amt als Verwaltungsratspräsident der Post als grosse Ehre. «Ich habe ein sehr gutes Gefühl», sagte Hasler vor den Medien in Bern. «Die Post hat keinerlei Anzeichen von Schwierigkeiten.»
Die Post werde von der Bevölkerung getragen, sagte Hasler. «Wir sind die Post.» Das Unternehmen könne auf hervorragende Mitarbeitende zählen. Das oberste Ziel sei, dass nun Ruhe einkehre.
Von 1993 bis 2006 Arbeitgeber-Direktor
Hasler bewege sich seit vielen Jahren an der Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft, hiess es in der Medienmitteilung des Uvek.
Breite Anerkennung - namentlich im Bereich der Sozialpartnerschaft - habe sich Hasler in seiner Funktion als Direktor des Arbeitgeberverbands erworben, dem er von 1993 bis 2006 vorstand.
Zwei VR-Präsidien will Hasler abgeben
Seither hat der promovierte Jurist und Vater zweier erwachsener Söhne verschiedene Verwaltungsratsmandate inne: Seit 2006 präsidiert Hasler den Spitalrat des Universitätsspitals Zürich sowie die Verwaltungsräte der Schweizer Reisekasse Reka und des Versicherungsunternehmens Elips Life in Vaduz. Von zwei dieser Präsidien will er sich nun zurückziehen.
Neben diesen Mandaten gehört Hasler auch den Verwaltungsräten der Sihldruck AG und der SIZ AG (Schweizerisches Informatik Zertifikat) an. Zudem ist er Stiftungsrat des WWF.
Béglé spricht von «unqualifizierten» Angriffen
Béglé hatte am Dienstagabend seinen sofortigen Rücktritt bekannt gegeben. In einer persönlichen Erklärung sprach er von unqualifizierten Angriffen auf seine Person und einer öffentlichen Diffamierung.
Der 61-jährige Waadtländer, der seit dem Frühjahr 2009 den Verwaltungsrat der Post präsidierte, war mit seinem Führungsstil, der Absetzung von Michel Kunz als Konzernchef und seinen Plänen zur Auslandexpansion der Post auf massive Kritik gestossen.
In den vergangenen Tagen warfen ihm zudem verschiedene Medien vor, Verwaltungsratsmandate bei ausländischen Unternehmen bei seiner Wahl zum Post-Präsidenten im Juni 2008 nicht klar deklariert zu haben. (pet/cdm, ddp/sda)
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