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Gegenvorschlag der SP zur Abzocker-Initiative

Die SP wollte um jeden Preis verhindern, dass Thomas Minder seine Abzocker-Initiative zurückzieht. Sie präsentierte deshalb einen direkten Gegenvorschlag zur Initiative.

SP-Präsident Christian Levrat sagte vor den Medien: «Unser Ziel ist klar: Minder vors Volk zwingen.» Damit wollte die SP sicher stellen, dass das Volk sich an der Urne über schwindelerregende Managerlöhne äussern kann.

Wenn es nach dem Willen des Nationalrats geht, stimmt das Volk sowohl über die Initiative wie auch einen direkten Gegenvorschlag ab.

Mehr Rechte für Aktionäre
Im direkten Gegenvorschlag SP war etwa die Befugnis der Aktionäre enthalten, jedes Jahr über die Löhne und Boni des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung zu entscheiden.

Die Vergütungen müssten «mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens in Übereinstimmung stehen». Zudem dürften sie erst freigegeben werden, wenn klar ist, dass die Leistung zu einem langfristigen Gedeihen des Unternehmens beigetragen hat.

Abgangsentschädigungen und die Stimmrechtsvertretungen sollten abgeschafft werden. Aktionäre sollten sich nur noch durch unabhängige Stimmrechtsvertreter vertreten lassen dürfen. (bat/cdm, sda)

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Die zentralen Anliegen des SP-Vorstosses

Abstimmung über Löhne und Boni
Die Aktionäre sollen an der Generalversammlung jährlich über die Gesamtbezüge von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung abstimmen. Damit können sie die Höhe von Löhne und Boni festlegen.

Ergänzend zur Abzocker-Initiative sollen die Boni nur ausbezahlt werden, wenn das Unternehmen langfristig erfolgreich war.
Gewinnsteuer bei Millionen-Lohn
Löhne über eine Millionen Franken sollen der Gewinnbesteuerung unterliegen.

Dieser Punkt ist in der Abzocker-Initiative nicht enthalten.
Wahl des Verwaltungsrates
Die Mitglieder des Verwaltungsrates eines Unternehmens müssen sich einzeln der Wiederstahl stellen. Die Amtsdauer des Verwaltungrates ist flexibel. Sie soll bis auf drei Jahre verlängert werden können.

Hier geht der Entwurf der SP weniger weit als die Abzocker-Initiative, die eine jährliche Wahl vorsieht.
Abschaffung der Stimmrechtsvertretung
Das Organ- und Depotstimmrecht sollen abgeschafft werden. Damit können Aktionäre ihre Stimme nicht mehr an den Verwaltungsrat oder an eine Bank delegieren. Ihre Stimme darf nur noch von unabhängigen Stimmrechtsvertretern wahrgenommen werden

Diese Forderung ist in der Abzocker-Initiative nicht enthalten.
Abschaffung von Abgangsentschädigung
Manger sollen sich künftig ihren Abgang nicht mehr vergolden lassen können. So genannte goldene Fallschirme sollen verboten werden.

Dies fordert auch die Abzocker-Initiative.

(bat)


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