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Freitag, 5.2.2010

Banken sehen keine Mitschuld an Steueraffäre

Sie würden ihren Kunden bei der Hinterziehung von Steuern nicht aktiv helfen. Das erklärten Sprecher verschiedener Schweizer Banken.

Schweizer Banken wollen den Vorwurf der aktiven Beihilfe zur Steuerhinterziehung nicht auf sich sitzen lassen. Die Credit Suisse lege ihren Kunden mit Schwarzgeld nahe, sich um eine Legalisierung ihrer Vermögen zu bemühen, sagte der Sprecher der Bank, Marc Dosch.

«Wenn ein Neukunde oder ein bestehender Kunde dem Bankberater sagt, er habe Schwarzgeld, dann wird der Bankberater dem Kunden raten, eine unabhängige Steuerberatung einzuholen.» Die Bank baue ihr Geschäftsmodell nicht auf steuerlichen Aspekten auf.

CS: Keine Stellungnahme zum Vorwurf der Beihilfe
Einen Bericht der «Süddeutschen Zeitung», wonach Mitarbeiter der Credit Suisse über Jahre systematisch Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet haben sollen, bezeichnete Dosch als Spekulation. «Dazu nehmen wir grundsätzlich nicht Stellung», sagte er.

ZKB: Geld muss versteuert sein
Auch die Zürcher Kantonalbank frage neue Kunden, ob sie ihr Geld versteuert haben und lehne eine Geschäftsbeziehung ab, wenn die Frage nicht plausibel bejaht wird, wie ein Sprecher sagte.

Julius Bär: Jeder selber verantwortlich
Eine ähnliche Politik verfolgt die Bank Julius Bär: «Wir sagen den Kunden, dass sie zusammen mit ihrem Steuerberater eine Lösung suchen sollen», sagte Finanzchef Dieter Enkelmann. Letzten Endes sei für seine Steuersituation «jeder selbst verantwortlich.

CS: Kein verlängerter Arme der Steuerbehörde
Auch Credit-Suisse-Sprecher Dosch sagte, eine Bank habe weder die Möglichkeit noch die Verpflichtung, die Steuersituation ihrer Kunden zu kennen. Die ZKB vertritt die Auffassung, dass es nicht Aufgabe einer Bank sei, «als verlängerter Arm der Steuerbehörde zu wirken». (luek, reuters)

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