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Montag, 8.2.2010

Weniger Arbeitslose als erwartet

In der Schweiz ist die Zahl der Arbeitlosen im Januar zwar weiter gestiegen. Ende Monat waren fast 176'000 Menschen ohne Stelle. Doch der Anstieg ist weniger hoch als erwartet.

Erfolgreich gegen Langzeitarbeitslosigkeit

Je länger die Wirtschaftskrise dauert, umso mehr Langszeitarbeitslose gibt es. In der Schweiz waren Ende Januar etwa 28'000 Menschen seit mehr als einem Jahr ohne Arbeit, 2'000 mehr als im Dezember.   Mehr

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RAV: Motivieren und helfen

Wenn ein Betrieb Konkurs geht, trifft es vom Prokuristen bis zur Hilfsarbeiterin alle. Nur seien die Chancen, eine neue Stelle zu finden, sehr unterschiedlich verteilt, sagen Eros Barp und Silvia Fischer, Leiter des neuen Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) in Lenzburg.   Mehr

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Die Arbeitslosenquote ist in der Schweiz im Januar von 4,4 auf 4,5 Prozent gestiegen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilt. Höher war sie zuletzt im März 1998. Damit ist die Quote weniger stark gestiegen, als allgemein im Januar üblich.

Ende Januar waren insgesamt 175'765 Personen bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) registriert. Innert Jahresfrist stieg die Zahl der Arbeitslosen um 36,9 Prozent.

Ausländer am stärksten betroffen
Die Zahl der Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren ohne Arbeit erhöhte sich leicht auf rund 30'000 - verharrt aber bei 5,4 Prozent.

Von der Arbeitslosigkeit betroffen waren in erster Linie Ausländer: Deren Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 8,9 Prozent. Bei den Schweizern nahm die Quote nur um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent zu.

Weniger Arbeitslose als erwartet
Nach Ansicht von Serge Gaillard, Leiter im Seco, entwickelte sich der Arbeitsmarkt besser als erwartet. Mit Ausnahme der Saison-Branchen wie dem Bau sei die Beschäftigung im Winter stabil geblieben. In der Industrie sei der Anstieg der Arbeitslosigkeit fast zum Stillstand gekommen.

Vorübergehende Besserung auf dem Arbeitsmarkt
In den Monaten März bis Juni dürfte die Zahl der Arbeitslosen sogar sinken, sagte Gaillard im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Für eine Entwarnung sei es aber noch zu früh. Im nächsten Winter könnten sogar mehr Menschen ohne Arbeit sein als in diesem Winter.

Eine Prognose für das gesamte Jahr legt das Seco Mitte März vor.

Wirtschaft auf Erholungskurs
Dass die Zahl der Arbeitslosen im Januar weniger stark gestiegen ist als üblich, wertet Wirtschaftsredaktorin Susanna Giger als Zeichen dafür, dass sich die Wirtschaftskrise nicht mehr so stark auf den Arbeitsmarkt auswirke.

Dafür spreche auch, dass die Zahl der Stellenangebote bei den RAV im Januar zugenommen habe, und dass 255 Betriebe keine Kurzarbeit mehr führten. Alledings ist gemäss Seco die Kurzabeit nach wie vor auf hohem Niveau.

Noch keine Trendwende
Allerdings sei es noch zu früh, um von einer Trendwende auf dem Arbeitsmarkt sprechen zu können. Giger: «Es ist sicherlich einmal eine Erholung.» Aber es gebe noch Nachwehen von der Wirtschaftskrise. (bat, sda)

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Audio-Beiträge:


Wirtschaftsredaktorin Susanne Giger: «Keine Trendwende, aber sicher eine Erholung auf dem Arbeitsmarkt». (Daniel Knoll 8.2.2010)
Hören (2:15)

Die neuen Arbeitslosenzahlen: Ist das Schlimmste überstanden? (Susanne Giger, 8.2.2010)
Hören (2:25)

Arbeitslosenversicherung: Die Leistungen

Kennzahlen der Konjunktur in der Schweiz


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