Schweiz hat keine Probleme mit CO2-Reduktion
Burno Oberle, Direktor des Bundesamtes für Umwelt. (Reuters)
Klimadiskussion nach Kopenhagen
Bis Anfang Februar müssen alle Teilnehmerländer der Klimakonferenz von Kopenhagen bekannt geben, um wie viel sie die Treibhausgasemissionen vermindern werden. Der Bundesrat hat offiziell eine Reduktion von 20 Prozent angekündigt.
Die Schweiz wolle diese C02-Reduktion in mehreren Phasen erreichen, sagte Bruno Oberle, Direktor des Bundesamtes für Umwelt gegenüber Schweizer Radio DRS. Der Bundesrat habe eine entsprechende Botschaft dem Parlament zukommen lassen.
20 Prozent kein Problem für die Schweiz
Eine Reduktion von 20 Prozent sei für die Schweiz «absolut kein Problem», sagte Oberle. Ob eine höhere Reduktion angestrebt werde, hänge von den Entscheiden der Europäischen Union ab. Die Schweiz habe immer gesagt, dass sie sich an den Nachbarländern orientieren wolle.
Phasenweise Reduktion der Emissionen
Um dieses Reduktionsziel zu erreichen müsse man schrittweise verschiedene Massnahmen umsetzen. Bis 2012 müsse vor allem die Industrie zum Reduktionsziel beitragen, danach würden sich die Klimaschutzmassnahmen auf die Sanierung von Gebäuden und sparsamere Fahrzeuge verlagern, so Oberle.
Umweltschutz ist wirtschaftlich attraktiv
Oberle ist zuversichtlich, dass die einzelnen Länder mit dem Klimaschutz vorwärts machen - trotz des mageren Ergebnisses der Konferenz in Kopenhagen. Denn Energiesparen sei auch wirtschaftlich immer interessanter.
Es schaffe effizientere Technologien, die künftig einen grossen Markt haben werden. «Die grüne Wirtschaft ist die Zukunft der Wirtschaft», sagte Oberle. Wer dies nicht begriffen habe, werde untergehen. (bat/samb)
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