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Dienstag, 22.12.2009

Schweiz hilft mit beim nächsten Klimagipfel

In einem Jahr nimmt die Staatengemeinschaft den nächsten Anlauf für verbindliche Klimaziele. Tagungsort ist Mexiko-City. Dort könnte die Schweiz eine wichtige Rolle spielen.

Von Inlandredaktor Dominik Meier.

In Kopenhagen haben sich die Staats- und Regierungschefs der Welt nicht auf verbindliche Klimaziele und Geldbeträge im Kampf gegen die Klimaerwärmung einigen können. Nun schauen alle gebannt auf Mexiko-City, wo im Dezember 2010 die nächste Verhandlungsrunde stattfindet. Die Schweiz dürfte dabei eine wichtigere Rolle spielen als in Kopenhagen, denn die Schweiz und Mexiko spannen bei den Klimafragen seit Jahren zusammen.

Die Schweiz und Mexiko bilden mit Monaco und Liechtenstein seit Jahren eine Verhandlungsgruppe bei den Klimagesprächen.

Auf Mexiko wartet viel Arbeit – die Schweiz hilft
Vorbereitungskonferenzen, Vorverhandlungen und informelle Gespräche sollen den nächsten Uno-Klimagipfel zu einem Erfolg werden lassen. Die Schweiz werde dabei sicher eng mit Mexiko zusammenarbeiten, sagte Umweltminister Moritz Leuenberger gegenüber Schweizer Radio DRS. Sein mexikanischer Amtskollege habe ihn in Kopenhagen darum gebeten. Die Schweiz werde das gerne tun.

Fehler von Kopenhagen vermeiden
Zusammen mit Mexiko will Leuenberger dafür sorgen, dass sich im nächsten Jahr die Fehler von Kopenhagen nicht wiederholen. Die dänische Präsidentschaft habe sich etwas stark auf die EU konzentriert. Es werde in Mexiko-City sehr, sehr wichtig sein, dass die ganze Weltgemeinschaft, also auch Entwicklungsländer und Schwellenländer involviert werden. «Wir werden eine Arbeit machen müssen, die alle einbezieht», so Umweltminister Leuenberger.

Bafu hat konkrete Vorstellungen
Auf Schweizer Seite laufen die Fäden beim Bundesamt für Umwelt (Bafu) zusammen. Dort hat man bereits konkrete Vorstellungen: Bei den Vorverhandlungen sollten nicht mehr alle Themen gleichzeitig, sondern je einzelne wichtige Punkte behandelt werden. Die Schweiz, so heisst es beim Bafu, könnte zum Beispiel die Gespräche über Anpassungsmassnahmen an den Klimawandel in Entwicklungsstaaten koordinieren. Und auch zu einer Konferenzen nach Genf einladen.

Konkrete Aufgabenteilung im Neuen Jahr
Anfang Jahr wollen sich die Schweiz und Mexiko genau über ihre Zusammenarbeit auf dem Weg zur nächsten Uno-Klimakonferenz im Dezember 2010 absprechen. (bat/meid)

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Umweltminister Leuenberger: «In Mexiko müssen alle Weltstaaten einbezogen werden.» (Dominik Meier, 22.12.2009)
Hören (1:59)

Kopenhagen: Kein Kyoto-Nachfolger

Schweizer Klima- und Energiepolitik

Dossier: Klimawandel und die Folgen


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