Buch-Tipp: «Rottenegg» von Markus Kavka
Im titelgebenden «Rottenegg» spielt Markus Kavkas erster Roman.
Nach drei Büchern mit Kolumnen und Gesprächen ist nun «Rottenegg» zu erwerben, Markus Kavkas erster Roman, der den Lesern Enormunterhaltung und Esprit bietet.
Pop-TV
Rottenegg in Bayern ist das Dorf in dem der Romanheld Gregor Herzl aufgewachsen ist. Jetzt wohnt Herzl in Berlin und ist Moderator bei PTV, Pop-TV. Auch wenn hier und in andere Buchpassagen die Parallelen zu MTV offensichtlich sind: «Rottenegg» ist keine Kavka-Biografie, auch wenn Kavka nicht mit Insiderwissen geizt.
Gregor Herzl verliert seine Stelle und wird durch einen jüngeren Moderator ersetzt. Als er nach dieser Schmach nach Hause kommt, erwischt er seine Freundin - eine Schauspielerin - in flagranti mit einem ihrer Berufskollegen im Bett. Herzl tickt aus und findet sich nach Alkohol- und anderen Eskapaden im Spital wieder.
Ein Stück vom Herzl
Herzl braucht eine Auszeit und fährt nach Rottenegg, wo seine Eltern und Freunde aus der Kindheit wohnen. Doch er kann sich dort nicht zurückziehen, ist er doch in Rottenegg genau so bekannt wie in Berlin und jeder will ein Stück von diesem «Herzl» haben, den man noch aus der Kindheit kennt.
Das führt zu Situationen, die einem beim Lesen vor Lachen das Wasser in die Augen treiben, aber auch zu wortwörtlich todtraurigen Erlebnissen. Kavka schreibt, wie er modiert: Sec, frech, witzig und wissen. Der Roman unterhält prächtig.
«Rottenegg» ist ein Muss für Zirkusbesucher. Der Roman zeigt viele Facetten des Medienzirkus' und berichtet von Höhenflügen und Abstürzen eines Medienartisten.
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