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Mehr Lehrstellen als Suchende
In der Schweiz gibt es derzeit so viele Lehrstellen wie seit elf Jahren nicht mehr: Die Unternehmen haben hochgerechnet per August 93'500 Lehrstellen angeboten. Im Vergleich zum Vorjahr nahm das Angebot an Lehrstellen um 3500 zu, wie das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) mitteilt. 6500 Lehrstellen blieben offen. (fisj, sda)
Wer in der Schweiz eine Berufslehre absolviert, soll besser in Fremdsprachen ausgebildet werden. Das hat Bundesrat Johann Schneider-Ammann an der 7. nationalen Lehrstellenkonferenz mit Politik, Arbeitgebern und Gewerkschaften vereinbart.
Austauschprogramme fördern
Neben einer zweiten Landessprache sollen die Lernenden auch die englische Sprache beherrschen, sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes in Solothurn. Die besseren Kenntnisse in Fremdsprachen sollten die berufliche Mobilität stärken. Bis 2016 soll in möglichst vielen Berufen eine zweite Fremdsprache unterrichtet werden. Unter anderem sollen Austauschprogramme in andere Landesteile oder ins Ausland gefördert werden.
Die von Bundesrat Schneider-Ammann einberufene 7. Lehrstellenkonferenz beschloss eine Absichtserklärung. Umfassende Umsetzungskonzepte sollen bis zur Lehrstellenkonferenz 2012 vorliegen.
Schweizer Wirtschaft stärken
Die globalisierte Arbeitswelt stelle die Berufsbildung vor neue Herausforderungen, hiess es. Dabei entwickle sich die berufliche Mobilität zu einem Schlüsselfaktor für die Arbeitsmarktfähigkeit von Arbeitnehmenden und für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Unternehmen.
Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) unterstütze die beschlossenen Ziele vollumfänglich, sagte SGB-Präsident Paul Rechsteiner. Auch Arbeitgeberverbandspräsident Thomas Daum zeigte sich zufrieden mit der beschlossenen Steigerung der beruflichen Mobilität. Austauschsmöglichkeiten würden die Berufslehre auch wieder attraktiver gegenüber anderen Bildungswegen machen. (fisj, sda)
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