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Dienstag, 20.12.2011

2011 reisst gleich mehrere Temperaturrekorde

Extrem sonnig und extrem trocken: 2011 war ein Jahr der Klima- und Temperaturextreme. Das gesamte Jahr war zwei Grad wärmer als üblich. Registriert wurden der wärmste Frühling und der mildeste November seit Messbeginn.

Sonne statt Schnee am Bolgenhang in Davos, aufgenommen am 27. November 2011. (Keystone)

Das auslaufende Jahr 2011 war 2,0 Grad wärmer als im langjährigen Schnitt üblich. Damit wurde die höchste Jahresdurchschnitts-Temperatur seit Messbeginn 1864 gemessen. Landesweit war es deutlich zu trocken, und es herrschten extrem sonnige Verhältnisse, wie aus Messungen von MeteoSchweiz hervorgeht.

Auf der Alpennordseite lag die Jahresdurchschnitts-Temperatur um 1.8 Grad bis 2.2. Grad über dem Vergleichswert von 1961 bis 1990. Noch etwas grösser war der Überschuss in den Alpen mit 2.0 bis 2.6 Grad, und leicht geringer im Tessin mit 1.6 bis 2.0 Grad.

Erste Trockenperiode
In der ersten Januar-Hälfte stiegen die Temperaturen im Mittelland auf frühlingshafte 17 Grad, in den Föhngebieten sogar bis auf 18 Grad. Es folgte ein noch milderer Februar. Im März lagen die  Tageshöchstwerte im Norden in den Niederungen wieder zwischen 15 und 19 Grad, in den Föhngebieten und im Süden sogar bei 20 Grad.

Danach erlebte die Schweiz den zweitwärmsten April seit Messbeginn 1864. Der Wärmeüberschuss erreichte im gesamtschweizerischen Mittel 4.6 Grad. Auf den zweitwärmsten April folgte der drittwärmste Mai.

Als Folge der über Monate andauernden trockenen Witterung herrschte ab Anfang Mai über längere Zeit in der ganzen Schweiz akute Waldbrandgefahr. Der Frühling 2011 war damit der wärmste in der rund 150-jährigen Messreihe.

Sturm und Regen im Sommer
Genau auf den klimatologischen Sommerbeginn am 1. Juni meldete sich in den höheren Alpenregionen der Winter zurück. Die ersten beiden Sommermonate zeigten sich mit ausgeprägten Niederschlägen nass. Die regnerische Witterung hielt auch in der ersten August- Hälfte an. Erst in der zweiten August-Hälfte gewann der langersehnte Hochsommer die Oberhand.

Die erste September-Hälfte zeigte sich hochsommerlich mit Höchsttemperaturen in Basel und Chur um 32 Grad. Ein kräftiger Polarlufteinbruch mit intensiven Niederschlägen setzte jedoch ab dem 17. September dem sommerlichen Treiben ein jähes Ende.

Nach diesem winterlichen Intermezzo hielt wieder mildes Wetter Einzug. Der September 2011 war dann mit einem schweizweiten Temperaturüberschuss von 2.7 Grad als viertwärmster seit Messbeginn 1864 in die Statistik ein. Das warme und sonnige Herbstwetter hielt auch in den ersten Oktobertagen an.

Heisser November
Anfang November wurde es mit dem Föhn noch einmal extrem warm mit Temperaturen von bis zu 23.1 Grad in Altdorf sowie beinahe einer Tropennacht in Glarus mit 19.7 Grad. In Gipfellagen wurde der mildeste November seit Messbeginn 1864 registriert.

Während der Süden mit dem Föhn übermässig Niederschlag erhielt, waren Teile der Alpennordseite fest im Griff einer anhaltenden Trockenheit. Von den Zentral- zu den Ostalpen war es an mehreren Messstationen der zweitsonnigste November.

Der über Wochen ausbleibende Niederschlag und die extreme Wärme führten verbreitet zu einer ausgeprägten frühwinterlichen Schneelosigkeit in den Bergen. Der grosse Schnee kam dann erst Mitte Dezember. (ank/brar, sda)

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Donnerstag, 8.12.2011

Kein Schnee - kein Saisonstart

Bilder über reichen Schneefall kündeten den Winter und den Start der Skisaison an. Für Grindelwald im Berner Oberland sind dies falsche Bilder. Dort liegt so wenig Schnee, dass die Pistenverantwortlichen nichts tun können, ausser auf Schnee warten.  Mehr

Hören (6:18)


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