Weniger Arbeitslose in Deutschland - mehr in Spanien
Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist 2011 auf den tiefsten Stand seit 20 Jahren gefallen. Im Jahresdurchschnitt seien 2,9 Millionen Arbeitslose registriert gewesen, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Weniger Arbeitslose hatte es zuletzt 1991 gegeben.
Aufschwung in Deutschland auch im Dezember
Der Aufschwung am deutschen Arbeitsmarkt setzte sich auch im Dezember fort. Der für die Winterzeit übliche Anstieg der Arbeitslosigkeit fiel im vergangenen Monat geringer aus als in der Vorjahren. Im Dezember waren mit 2,7 Millionen Arbeitslosen zwar 67'000 Personen mehr bei den Arbeitsämtern registriert als im November, aber über 230'000 weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg im Monatsvergleich um 0,2 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent.
Arbeitslosigkeit steigt in Spanien weiter an
In Spanien dagegen stieg die Arbeitslosigkeit weiter an und bleibt damit auf einem Rekordniveau. Im Dezember legte die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um rund 330'000 auf 4,4 Millionen zu. Dies entspricht einer Zunahme von 7,8 Prozent, wie das Arbeitsministerium in Madrid mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Arbeitslosenzahl geringfügig um 0,04 Prozent. Damit ist sie zum fünften Monat in Folge gestiegen.
Die Daten bestätigten die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, sagte die Staatssekretärin für Beschäftigung, Engracia Hidalgo. Das Arbeitsministerium gibt üblicherweise keine Arbeitslosenquote bekannt.
Dramatisch ist die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien
Nach Angaben des spanischen Statistikinstituts INE lag sie im dritten Quartal 2011 bei 21,5 Prozent, laut der EU-Statistikbehörde Eurostat sogar bei 22,8 Prozent. In beiden Fällen handelt es sich um die höchste Quote in der EU. Besonders dramatisch ist die Jugendarbeitslosigkeit: Sie lag nach Angaben der spanischen Statistiker zuletzt bei rund 46 Prozent.
Höchste Priorität - Kampf gegen Arbeitslosigkeit
Der neue konservative Ministerpräsident Mariano Rajoy hat den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit zusammen mit der Reduzierung des Haushaltsdefizits und der Reform des Finanzsystems zu den höchsten Prioritäten seiner Regierung erklärt.
Die spanische Wirtschaft hatte im dritten Quartal 2011 stagniert. Für das vierte Quartal und das erste Vierteljahr 2012 rechnet die neue Regierung mit einem «negativen Wachstum». Sollte sich die Prognose bestätigen, wäre Spanien erneut in die Rezession abgerutscht. (basn, sda/dpa)
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