(keystone)
Jugendarbeitslosigkeit - Tausende ohne Perspektiven
Der Wirtschaftsmotor brummt - ein schwacher Trost für Junge, die keine Lehrstelle finden oder nach dem Lehrabschluss keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben, weil sie schlecht qualifiziert sind. Im Herbst 2007 waren über drei Prozent der 15-24 Jährigen ohne Lehr- oder Arbeitsstelle - gut 20'000 Betroffene.
Keine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten ist frustrierend, belastet Familie und Freunde und
schafft finanzielle Abhängigkeiten. Dem Arbeitsmarkt geht dabei wertvolles Humankapital
verloren, was letztlich dem langfristigen Wachstum der Volkswirtschaft schadet.
Schweizer Unternehmen bieten gegenwärtig 200'000 Lehrstellen an. Trotzdem fehlen Ausbildungsplätze in Betrieben. Es gilt die Anzahl und Qualität der Lehrstellen zu erhöhen und Ausbildungsbetriebe zu mehr Engagement zu bewegen. Beispielsweise mit der Faustregel: Drei Prozent Lehrlingsanteil bei Grossbetrieben.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten jungen Arbeitslosen einen Weg aus ihrer Situation aufzuzeigen: Sogenannte Überbrückungsangebote, Zwischenlösungen oder Praktika können helfen. Gleichzeitig müssen die Möglichkeiten den Berufseinstieg verbessert und besondere Projekte für ausländische Jugendliche geschaffen werden, denn diese sind von der Jugendarbeitslosigkeit am stärksten betroffen.
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