«Ich glaube, die Oscars wären mir zu anstrengend»
Underdog und Favorit: Bettina Oberli («Tannöd») und Christoph Schaub («Giulias Verschwinden»), zwei der Anwärter auf den Quartz für den «besten Film».
Seit letztem Jahr hat der Schweizer Film eine eigene Glamour-Gala. 2009 wurde der Filmpreis Quartz erstmals im Luzerner KKL verliehen, roter Teppich und Cüpli inklusive. «Das wertet es schon auf», sagt Christoph Schaub, «das KKL hat eine tolle Athmosphäre».
Mit fünf Nominationen ist Christoph Schaub der grosse Favorit des Jahres. «Giulias Verschwinden» könnte für die «beste Musik», das «beste Drehbuch» und in den beiden Darsteller-Kategorien ausgezeichnet werden.
Erstmals Entscheid der Akademie
Bettina Oberli, die mit «Die Herbstzeitlosen» einen der erfolgreichsten Schweizer Filme aller Zeiten produziert hat, ist mit ihrem neuen Film «Tannöd» für den «besten Film» nominiert. «Ich habe mich sehr gefreut, weil das ja zum ersten Mal nicht ein Jury-Entscheid war.»
Erstmals hat dieses Jahr die Schweizer Filmakademie Filme nominiert. «Das ist eine Bestätigung innerhalb der Branche.» Und auch Christoph Schaub fände es «toll» einen Quartz in den Händen zu halten.
Das neue Glamour-Fest
Für die Gala haben sich die beiden Nominierten bereits eine Garderobe parat gelegt. Während sich Bettina Oberli bereits ein Kleid parat gelegt hat, greift Schaub zum Anzug, den er bereits an der «Giulias Verschwinden»-Premiere getragen hat, «der hat ja Glück gebracht.»
Das Fest kann also beginnen. Oberli freut sich «mit allen bis in den frühen Morgen zu feiern». Und wenn im fernen Hollywood in der Nacht darauf die ganz Grossen ihre Filme feiern, ist sie nicht enttäuscht, nicht dabei zu sein. «Die Oscars wären mir zu anstrengend.» (jam)
