Israel riegelt Westjordanland ab
Hintergrund: Indirekte Nahost-Gespräche
Mehr als 15 Monate nach Unterbrechung der Nahost-Friedensgespräche wollen Israel und die Palästinenser einen neuen Anlauf zu einer Versöhnung wagen. Anfängliche Hoffnungen wurden durch einen Eklat jedoch wieder gedämpft. Mehr
Israel hat das Westjordanland für zwei Tage vollständig abgeriegelt. Um mögliche Anschläge zu verhindern, wurden in der Nacht die Grenzübergänge zu dem Palästinensergebiet geschlossen, wie ein Armeesprecher mitteilte.
«Sicherheitsrisiken»
Die 48-stündige Blockade erfolgte demnach auf Anweisung von Israels Verteidigungsminister Ehud Barak, als Begründung wurden Sicherheitsrisiken genannt. Die israelische Armee riegelt das Westjordanland regelmässig zu jüdischen Feiertagen ab. Die jetzige Blockade ist die erste seit zwei Jahren, für die es keinen solchen Grund gibt.
Flugzeugangriffe im Gazastreifen
In der Nacht flog Israel zudem Luftangriffe im Gazastreifen, bei welchen nach Augenzeugenberichten mehrere Palästinenser verletzt wurden. Wie die Armee mitteilte, beschossen Kampfflugzeuge zwei Ziele im Süden des Gazastreifens.
Schmugglertunnel im Visier
Nach Angaben der israelischen Armee beschoss die Luftwaffe in Rafah an der Grenze zu Ägypten mehrere Schmugglertunnel und in der Stadt Chan Junis einen metallverarbeitenden Betrieb.
Raketenangriff auf Kibuzz
Zuvor sei von dort eine Rakete auf einen Kibbuz im Süden Israels abgefeuert worden. Augenzeugen berichteten von mehreren Verletzten, konnten aber keine näheren Angaben zum Zustand der Opfer machen. Laut der israelischen Armee wurde niemand verletzt. (luek, sda/afp/dpa)
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