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Was ist ein Staatsbankrott?

Ist ein Staat bankrott, pleite oder zahlungsunfähig, sind die unmittelbaren Folgen im Prinzip ähnlich wie bei einem Unternehmen: Der Staat kann seine Verbindlichkeiten - etwa öffentliche Schulden - gar nicht mehr oder nur noch teilweise bedienen.

Betroffen sind davon in erster Linie die Gläubiger, die Folgen spüren früher oder später aber auch der Staat selbst, die Unternehmen und natürlich die Bürger. Zwar kann sich auch ein Staat über eine Insolvenz der Forderungen der Gläubiger entledigen. Allerdings dürfte es in der Folge schwer werden, wieder an frisches Geld zu kommen.

Staatsbankrotte gab es immer wieder
Am Kapitalmarkt gelten für Staaten gleiche Bedingungen wie für andere Marktteilnehmer: Ist der Ruf angeschlagen oder gar ruiniert, gibt es Kredit allenfalls zu schlechten Bedingungen. Am meisten betroffen von einem Staatsbankrott sind die einzelnen Bürger: Arbeitslosigkeit und ein Wegfall staatlicher Leistungen sind meistens die Folgen.

Staatsbankrotte hat es in den vergangenen Jahrhunderten nicht häufig, aber doch immer wieder gegeben. Das jüngste Beispiel ist Argentinien, das 2002 faktisch pleite war. Einem Kollaps des Finanzssystems folgten politische Instabilität, Arbeitslosigkeit und Armut. Die Gläubiger des argentinischen Staates mussten damals auf fast Dreiviertel ihrer Forderungen verzichten. Wichtigster Unterschied zu Unternehmen dürfte sein, dass Staaten nach einem Bankrott nicht einfach verschwinden. 

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