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(keystone)

Auto-Branche leidet massiv unter der Krise

Die Auto-Industrie ist eine jener Branchen, die von der Finanzkrise am stärksten betroffen ist. Angesichts der sich abzeichnenden weltweiten Rezession klagen alle Autobauer der Welt über grosse Absatz-Schwierigkeiten. Das hat gravierende Auswirkungen: Zählt man auch die Jobs in den Zulieferer-Firmen mit, stehen Millionen Stellen weltweit auf dem Spiel.

USA: Die «drei Grossen» stehen am Abgrund
Die US-Autobauer General Motors (GM) und Chrysler sind arg angeschlagen. Ihnen drohte gar die Insolvenz. Nachdem der Senat ein Rettungspaket für die Autoindustrie abgelehnt hatte, verschaffte US-Präsident George W. Bush den Autoherstellern mit Notkrediten von über 17 Milliarden Dollar wenigstens eine Atempause. Das Geld sollte bis Ende März reichen.

Der dritte grosse US-Autobauer Ford bezeichnet seine Finanzierung für 2009 als gesichert und will von dem Kreditangebot der Regierung vorerst keinen Gebrauch machen.

Millionen Arbeitsplätze in den USA gefährdet
Allein in den USA arbeiten 240 000 Menschen direkt für die drei grossen Autobauer. Zusammen mit den Zulieferern stehen bis zu 2,5 Millionen Arbeitsplätze auf dem Spiel. Allerdings ist klar: Die Krise bei GM, Chrysler und Ford ist nicht ausschliesslich der Finanzkrise zuzuschreiben.

Zu lange setzten die US-Autobauer auf gross motorisierte, spritfressende Fahrzeuge und gerieten damit angesichts der steigenden Benzinpreise beispielsweise gegenüber den japanischen Autoherstellern arg ins Hintertreffen.

Europa: Opel am stärksten betroffen
In Europa ist vor allem der deutsche Autobauer Opel gefährdet, in erster Linie wegen der Probleme des US-Mutterkonzerns GM. Weil GM in den USA massiv unter einem Einbruch der Verkäufe leidet, könnte die deutsche Tochter mit in den Abgrund gerissen werden. Deshalb hat Opel bei der deutschen Regierung eine Bürgschaft in Milliardenhöhe beantragt, um im Fall der Fälle auf eigenen Beinen überleben zu können.

Schweiz: Viele Zulieferer-Betriebe
Auch die Schweiz ist von dem Umsatzeinbruch in der Autobranche stark betroffen: Mehrere Zehntausend Arbeitsplätze sind hierzulande in Zulieferer-Betrieben für die Autohersteller angesiedelt. Werden weniger Autos hergestellt, geraten auch diese Betriebe in grosse Nöte: Sie können ihre spezialisierten Hightech-Teile, etwa für Airbags oder die Auto-Elektronik, nicht mehr verkaufen.

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