Opel baut in Europa 8300 Stellen ab
Opel-CEO Nick Reilly stellt den Sanierungsplan vor. (Reuters)
Der US-Autobauer General Motors hat für seine krisengeschüttelte Tochter Opel Staatsgelder in Höhe von 2,7 Milliarden Euro verlangt. Trotz dieser Staatshilfe will die Konzernleitung in europäischen Niederlassungen 8300 Stellen streichen.
Werkschliessung in Antwerpen
Bei seiner Präsentation des Sanierungsplans gab Opel-Chef Nick Reilly wie erwartet die Schliessung des Werks im belgischen Antwerpen bekannt. Europaweit sollen bei Opel 7000 Arbeitsplätze in der Produktion sowie 1300 Stellen in Verkauf und Verwaltung gestrichen werden.
Deutschland ist mit dem Abbau von insgesamt fast 4000 Stellen das am stärksten betroffene Land.
Staatsgelder für die Sanierung angefordert
Bei der Sanierung setzt Reilly auf Steuergelder. Insgesamt 2,7 Milliarden Euro sollen die Länder mit Opel-Standorten in Form von Darlehen und Bürgschaften bereitstellen. 60 Prozent davon soll Deutschland beisteuern, rund 1,5 Milliarden Euro.
Neben Staatshilfen verlangt das Opel-Management während der Jahre 2010 bis 2014 von den Angestellten einen Sanierungsbeitrag von jährlich 265 Millionen Euro. Dagegen kündigten Arbeitnehmervertreter Widerstand an.
Opel will bis 2014 etwa elf Milliarden Euro investieren. Damit sollen 80 Prozent der Produkte erneuert werden. Der Sanierungsplan sieht vor, dass Opel 2011 die Gewinnschwelle erreicht und 2012 wieder Gewinn macht. (jwi, sda/ddp/reuters)
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