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Montag, 8.3.2010

Gewerkschaften fordern höhere Renten

Die Gewerkschaften fordern höhere Renten für Leute mit tiefen und mittleren Einkommen bis 7000 Franken. Das bisherige Leistungsziel sei nicht mehr haltbar, kritisiert SGB-Präsident Paul Rechsteiner.

Wie weiter nach dem Nein zu tieferen Renten?

Das Volk will keine tieferen Renten bei den Pensionskassen: Das  wuchtige Nein zur BVG-Vorlage zeigt es deutlich. Nun sind sowohl  Pensionskassen und Abstimmungssieger gefordert. Denn mit dem Nein zu tieferen Renten gibt es noch keine Garantie, dass diese auch bezahlt werden können. Es diskutieren Hanspeter Konrad, Direktor des Pensionskassendachverbandes Asip und der Basler SP-Nationalrat und Pensionskassenspezialist Rudolf Rechsteiner.

Tagesgespräch vom Montag, 8.3.2010, 13.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Das wuchtige Nein des Stimmvolkes zum BVG-Umwandlungssatz stärkt die Gewerkschaften. Unia und der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordern höhere Renten für Menschen mit kleinen Einkommen. Nur so könne die gewohnte Lebenshaltung gewährleistet werden.

80 statt 60 Prozent des Einkommens
Derzeit sieht das Leistungsziel vor, dass die berufliche Vorsorge zusammen mit der AHV zusammen rund 60 Prozent des letzten Einkommens sichert. «Das ist überholt und nicht mehr haltbar», sagte Paul Rechsteiner, SGB-Präsident vor den Medien in Bern.

Deshalb fordern die Gewerkschaften eine Anpassung des Leistungszieles auf 80 Prozent für Leute mit Einkommen bis 5000 Franken im Monat und 70 Prozent für Einkommen bis 7000 Franken. Bei höheren Einkommen sollen weiterhin die 60 Prozent gelten.

Zu wenig für ein anständiges Leben
Fast die Hälfte der heute Erwerbstätigen verdienten rund 5000 Franken im Monat, sagte Rechsteiner gegenüber Schweizer Radio DRS. Wenn sie dann pensioniert werden, erhalten sie 60 Prozent davon. Das sind rund 3000 Franken. «Das reicht nicht für ein anständiges Leben.»

Unklare Finanzierung
Weder Unia noch SGB machen konkreten Vorschläge, wie ihre Forderungen finanziert werden sollen. Unia-Chef Andreas Rieger sagte gegenüber Schweizer Radio DRS, höhere Lohnabzüge für die Pensionskassen seien denkbar und bei der AHV mehr Zuschüsse aus der Bundeskasse. (bat, sda)

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Montag, 8.3.2010

Katerstimmung bei Bürgerlichen und der Wirtschaft

Das unerwartet deutliche Volks-Nein gegen den BVG-Umwandlungssatz wird vom Bundesrat nicht als Misstrauensvotum gegen die Politik gewertet, sondern gegen die Wirtschaft. Über das weitere Vorgehen bei den Renten gehen die Meinungen weit auseinander.   Mehr

Resultate: Umwandlungssatz

Die Geschichte der AHV und ihrer Revisionen


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