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Montag, 3.5.2010

Bürgerliche und Linke gegen Rentenkürzungen

Linke sowie Anhänger von CVP und SVP haben am 7. März für ein wuchtiges Nein bei der Abstimmung über tiefere renten in der Zweiten Säule gesorgt. Häufigste Begründung: Der tiefere Zinssatz sei ungerecht.

Laut Vox-Analyse haben nicht nur linke Stimmberechtigte am 7. März die Senkung des Umwandlungssatzes in der Zweiten Säule überdeutlich bachab geschickt. Auch zahlreiche Anhänger der CVP und SVP stimmten gegen die Vorlage.

Besonders das Argument, wonach der tiefere Zinssatz für die Zweite Säule nicht gerechtfertigt und sozial ungerecht sei, habe die Gegnerinnen und Gegner veranlasst, ein Nein an der Urne einzulegen.

Bürgerlicher Widerstand
SVP, CVP und FDP hatten zwar Ja-Parolen ausgegeben, och nur gerade 42 Prozent der CVP-Anhänger stimmten für die Vorlage. Bei der SVP waren es sogar nur 27 Prozent. Einzig bei der FDP gab es die Ja-Mehrheit: 56 Prozent unterstützten einen tieferen Umwandlungssatz.

Wer Ja gestimmt hatte, begründete dies fast immer damit, dass die Finanzierung der Renten gesichert werden müsse. Die Finanz- und Wirtschaftskrise wurde lediglich von 11 Prozent als Grund genannt.

Ältere Personen und solche mit höherer Bildung sagten häufiger Ja zum tieferen Mindestumwandlungssatz. Auch war in der Deutschschweiz das Ja deutlicher als in der Romandie.

Schwerer Rückschlag für Regierung
Mit einem Nein-Stimmenanteil von 72,7 Prozent war es eine der massivsten Niederlagen der letzten Jahrzehnte für Bundesrat und Parlament - beide hatten ein Ja empfohlen.

Die Vox-Analyse wurde vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Genf und dem Forschungsinstitut gfs.bern durchgeführt. Befragt wurden 1502 Personen. (bat, sda)

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