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Hörpunkt: Besessene in Weiss

Viele Entdecker waren zu Lebzeiten als Spinner verschrien und ihre Visionen trieben sie zum Wahnsinn oder in den Selbstmord. Einige konnten sich mit ihren Ideen durchsetzen, ihre Mitarbeiter aber erlebten sie als unerbittliche Despoten. Nur wenige konnten gefasst und zufrieden im hohen Alter auf ihr Lebenswerk zurückblicken. Menschen, die ihr gesamtes Leben in den Dienst der Medizin stellten, aber gleichzeitig auch Patrioten waren, Familienväter oder Playboys.

DRS 2 erzählt die Lebensgeschichte von Ärzten erzählt, denen wir bahnbrechende Entdeckungen verdanken. Mediziner nach denen Krankenhäuser benannt wurden, aber auch tragische Gestalten, deren Namen heute niemand mehr kennt.
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vom Mittwoch, 2.1.2008, 08.10 Uhr, DRS 2

Claudius Galen

Claudius Galen Der griechische Mediziner Claudius Galen (129-199) seziert Tiere und überträgt seine Erkenntnisse auf Menschen. Galen sammelt zudem das gesamte medizinische Wissen seiner Zeit in einem umfassenden System. Seine Abhandlungen bleiben über 1400 Jahre lang Standard in der Medizin.

Hören (14:41)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 09.00 Uhr, DRS 2

Paracelsus

Paracelsus Theophrastus Bombastus von Hohenheim (1493-1541), genannt Paracelsus, ist der Star unter den Ärzten des deutschen Mittelalters. Nachdem er 1527 in Basel zum Stadtarzt berufen wurde, folgt ein Eklat dem anderen. Der Wandermediziner legt sich quer zu aller medizinischen Forschung seiner Zeit.

Hören (14:27)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 10.03 Uhr, DRS 2

William Harvey

Der Brite William Harvey (1578-1657) entdeckt aufgrund unblutiger Versuche mit Menschen und sehr blutigen Versuchen mit Tieren den grossen Blutkreislauf und korrigiert die bis dahin gültigen Arbeiten des Griechen Claudius Galen.

Hören (14:37)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 09.30 Uhr, DRS 2

Andreas Vesal

Jahre nach Claudius Galen wagt sich der deutsch-belgische Anatom Anreas Vesal (1514-1564) zahlreiche Irrtümer des Griechen Galen zu beseitigen. Gegen kirchliche Verbote seziert Vesal Leichen und verfasste sein berühmtes Werk «de humani corposis fabrica - über den Bau des menschlichen Körpers».

Hören (14:23)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 11.03 Uhr, DRS 2

Dorothea von Erxleben

Von Kind an hat Dorothea Christiana Leporin (1715-1762) den Wunsch, Ärztin zu werden. Ihr Vater weiht sie früh schon ein in die Kunst des Heilens. Später zeichnet sich Dorothea von Erxleben aus als Chirurgin mit aussergewöhnlichen anatomischen Kenntnissen und einer geschickten Hand. Friedrich II schliesslich ermöglicht ihr das Studium der Medizin.

Hören (14:37)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 11.30 Uhr, DRS 2

Edward Jenner

Edward Jenner (1749-1823), Wundarzt aus dem englischen Berkeley, wagt es am 14. Mai 1796 zum ersten Mal, einen Jungen mit den sogenannten Kuhpocken zu infizieren und ihn so zu immunisieren. Damit beginnt das Zeitalter der Schutzimpfungen.

Hören (14:34)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 12.00 Uhr, DRS 2

Horace Wells

Der amerikanische Zahnarzt Horace Wells (1815-1848) läutet durch seine Entdeckung, Lachgas bei Operationen zu benutzen, eine neue Ära ein.

Hören (14:34)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 12.40 Uhr, DRS 2

William Morton

Der ehemalige Praxispartner von Horace Wells, der Zahnarzt William Morton (1819-1868) verfolgt Wells Idee der Schmerzbetäubung weiter und experimentiert erfolgreich mit Schwefeläther. Sehr zur Verbitterung von Horace Wells sollte Morton fortan als Entdecker der Narkose gelten.

Hören (14:41)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 13.15 Uhr, DRS 2

Rudolf Virchow

Rudolf Virchow kämpft als junger Mann 1848 auf den Barrikaden von Berlin für die Republik, muss nach Bayern flüchten und kehrt schliesslich Jahre später im Triumph nach Berlin zurück, wo er das bestbestückte pathologische Institut der Zeit übernimmt.

Hören (14:41)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 14.00 Uhr, DRS 2

William Mayo

William Worrall Mayo (1819-1911) ist ein Tausendsassa sondergleichen; als Mediziner, Zeitungsredakteur, Flussdampfer-Kapitän und Bürgermeister von Rochester, Minnesota wird er schliesslich zum Gründer des wohl weltweit berühmtesten Krankenhauses, der Mayo-Klinik.

Hören (14:35)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 14.30 Uhr, DRS 2

Max von Pettenkofer

Der Mediziner Max von Pettenkofer (1818-1901) begründet nach dem gründlichen Studium und der Analyse der Verbreitung des Münchner Choleraepidemie von 1854 die moderne städtische Gesundheitspflege. Er entwickelt in der Folge die grundlegende Lehre von der Hygiene.

Hören (14:37)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 15.00 Uhr, DRS 2

Louis Pasteur

Louis Pasteur (1822-1895) ist Chemiker und ruft 1864 dramatisch aus: «Das Leben ist der Keim, der Keim ist das Leben». Zu dieser Erkenntnis gelangt Pasteur bei der Untersuchung des Gärprozesses bei Zuckerrüben. Er erfindet in der Folge die wichtigsten Methoden der Keimabtötung und entwickelt diverse Schutzimpfungen.

Hören (14:43)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 15.30 Uhr, DRS 2

Joseph Lister

Gründend auf Louis Pasteurs bakteriologischen Arbeiten unternimmt der englische Chirurg Joseph Lister (1827-1912) den erfolgreichen Versuch, mittels Karbol Bakterien von offenen Wunden fernzuhalten. Es ist dies der erste Schritt zur nachhaltigen Desinfektion.

Hören (14:38)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 16.03 Uhr, DRS 2

Robert Koch

Robert Koch (1843-1910) findet 1876 in einer Rumpelkammer die Erreger des Milzbrandes und begründet damit die moderne Bakteriologie. Obwohl sich sein Kollege Rudolf Virchow gegen Kochs Forschungsweise ausspricht, entdeckt Koch nach und nach die Erreger der Cholera und der Tuberkulose.

Hören (14:29)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 17.06 Uhr, DRS 2

Franziska Tiburtius

Als Franziska Tiburtius (1843-1927) 1876 als Ärztin ihre erste eigene Praxis eröffnet, gleicht das einem Skandal. Frauen dürfen zu jener Zeit weder Medizin studieren noch eine eigene Praxis führen. Aus diesem Grund erwirbt Tiburtius ihren Doktortitel in der Schweiz, bevor sie wieder zurück nach Deutschland geht.

Hören (14:13)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 17.30 Uhr, DRS 2

August Bier

August Bier (1861-1949) ist ein begnadeter Operateur. Er experimentiert mit neuen Methoden der Schmerzausschaltung und erfindet die Spinalanästhesie. Bier setzt sich aber auch mit Leidenschaft für Heilgymnastik und Sport ein und entwickelt ein grosses Interesse für Homöopathie.

Hören (14:43)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 18.30 Uhr, DRS 2

Emil von Behring

Emil von Behring (1854-1917) gilt als egoistisch und arrogant - als «Retter der Kinder» jedoch wird er in seiner Zeit verehrt. Unter Robert Koch arbeitet von Behring am Berliner Hygiene-Institut und entwickelt dort die Basis für die Serum-Therapie und entdeckt Antikörper gegen Diphtherie und Tetanus.

Hören (14:03)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 19.30 Uhr, DRS 2

Conrad Röntgen

Der Deutsche Physiker Wilhelm Conrad Röntgen (1845-1923) experimentiert mit der Kathodenstrahlröhre und beobachtet eine neue Art von Strahlen, die er X-Strahlen nennt. Mit ihrer Hilfe ist es erstmals möglich, Knochen im Körpergewebe fotografisch sichtbar zu machen. Seine Entdeckung sollte ihm 1901 den Nobelpreis für Physik einbringen.

Hören (14:26)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 20.00 Uhr, DRS 2

Paul Ehrlich

Paul Ehrlich (1854-1915) entwickelt 1909 gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Dr. Sahatschiro Hata die Arsenverbindung «606» gegen Syphilis. Die «Franzosen- oder Lustkrankheit» war von ernsthaften aber hilflosen Medizinern und Heerscharen von Quacksalbern Jahrhunderte lang vergeblich bekämpft worden.

Hören (14:38)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 20.30 Uhr, DRS 2

Ferdinand Sauerbruch

Die chirurgische Öffnung des Brustraumes hat zur Folge, dass die Lunge zusammenfällt. Ferdinand Sauerbruch (1875-1951) konstruiert 1904 eine Unterdruckkammer in der fortan Brustoperationen gefahrlos durchgeführt werden können. Diese und andere technische Innovationen machten Sauerbruch zum bedeutendsten Chirurgen in der deutschen Medizingeschichte.

Hören (14:39)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 21.00 Uhr, DRS 2

Alexander Fleming

Durch einen Zufall entdeckt 1929 Alexander Flemming (1881-1955) den bakterientötenden Schimmelpilz Penizillin. Flemming aber ist zu bescheiden, um seine Entdeckung an die grosse Glocke zu hängen. 1938 musste Flemmings Forschungsarbeit erst wiederentdeckt werden, bevor er 1945 den Nobelpreis für Medizin entgegennehmen konnte.

Hören (14:29)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 21.30 Uhr, DRS 2

Werner Forssmann

Werner Forssmann (1904-1979) schlägt als junger Assistenzarzt seinem Chef ein waghalsiges Experiment vor: Er wolle mittels einer Sonde ins Innere des Herzens sehen. Das Experiment gelingt, nur erkennt vorerst niemand den medizinischen Nutzen. Erst nachdem amerikanische Ärzte das Verfahren weiterentwickelt haben, erhält Forssmann 1956 den Nobelpreis.

Hören (14:36)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 22.00 Uhr, DRS 2

Christiaan Barnard

Der 3. Dezember 1967 macht den Südafrikaner Christiaan Barnard zum Weltstar: Er wagt die erste Herztransplantation und reüssiert damit. Für den gutaussehenden Chirurgen beginnt damit ein weithin beachtetes Leben im Jet-Set, sein Ruf als Frauenheld überdeckt beinahe seine medizinische Reputation.

Hören (14:39)


vom Mittwoch, 2.1.2008, 22.30 Uhr, DRS 2

Luc Montagnier & Robert Gallo

Luc Montagnier & Robert Gallo 1981 werden erstmals offiziell Kranke in New York und Los Angeles registriert, die an einer unerklärlichen Immunschwäche leiden. Niemand kann sagen, woher die Krankheit, die zu Beginn nur Homosexuelle zu betreffen scheint, kommt. Bis der Franzose Luc Montagnier (geb. 1932) auf einen Virus vom Typ HIV stösst. Sein amerikanischer Kollege Robert Gallo macht parallel zu Montagnier die gleiche Entdeckung.

Hören (14:30)


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