Kulturjournalist Fred Zaugg über Bernhard Luginbühl
In Bernhard Luginbühls Skulpturengarten in Mötschwil. (Keystone)
Fred Zaugg erinnert sich unter anderem lebhaft an Luginbühls Verbrennungs-Aktionen, mit welchen dieser in den 70er-Jahren begann. Mehrmals war der Titel einer solchen Aktion «Zorn». Luginbühl setzte damit Zeichen, etwa für den Künstler Adolf Wölfli, gegen den Abbruch des Christoffelturms in der Stadt Bern oder für den Schutz der Wale. Nach der minutiös geplanten Verbrennung der Holzwerke sei jeweils ausgiebig gegessen und getrunken worden, erzählt Fred Zaugg.
Ein Mann für Grobes und Feines
Der Journalist erinnert daran, dass Bernhard Luginbühl nebst seinen monumentalen Eisenskulpturen auch viel Feines schuf, vorab mit seinen zahlreichen Druckgraphiken. Und Luginbühl drehte auch Filme: Porträts über Künstlerkollegen oder den «Kleinen Emmentalfilm», mit dem er sich gegen den Abbruch von Bauernhäusern im Emmental wehrte.
Freund und Kämpfer
Viele sagten, Luginbühl sei im persönlichen Umgang nicht immer einfach gewesen - dieser habe halt gekämpft, wenn er etwas als Ungut betrachtet habe, sagt der Berner Kulturjournalist Fred Zaugg. Er habe Luginbühl als «tollen Freund» erlebt.
Bernhard Luginbühl ist am 19. Februar 2011 im Alter von 82 Jahren gestorben. (haee)
