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Montag, 21.2.2011

Kulturjournalist Fred Zaugg über Bernhard Luginbühl

Der Berner Journalist Fred Zaugg kannte den Künstler Bernhard Luginbühl persönlich. Dieser sei  durchaus nicht nur ein Mann fürs Grobe, sondern auch fürs Feine und Poetische gewesen, sagt Zaugg. Und ein Kämpfer gegen Ungerechtigkeiten.

In Bernhard Luginbühls Skulpturengarten in Mötschwil. (Keystone)

Fred Zaugg erinnert sich unter anderem lebhaft an Luginbühls Verbrennungs-Aktionen, mit welchen dieser in den 70er-Jahren begann. Mehrmals war der Titel einer solchen Aktion «Zorn». Luginbühl setzte damit Zeichen, etwa für den Künstler Adolf Wölfli, gegen den Abbruch des Christoffelturms in der Stadt Bern oder für den Schutz der Wale. Nach der minutiös geplanten Verbrennung der Holzwerke sei jeweils ausgiebig gegessen und getrunken worden, erzählt Fred Zaugg.

Ein Mann für Grobes und Feines
Der Journalist erinnert daran, dass Bernhard Luginbühl nebst seinen monumentalen Eisenskulpturen auch viel Feines schuf, vorab mit seinen zahlreichen Druckgraphiken. Und Luginbühl drehte auch Filme: Porträts über Künstlerkollegen oder den «Kleinen Emmentalfilm», mit dem er sich gegen den Abbruch von Bauernhäusern im Emmental wehrte.

Freund und Kämpfer
Viele sagten, Luginbühl sei im persönlichen Umgang nicht immer einfach gewesen - dieser habe halt gekämpft, wenn er etwas als Ungut betrachtet habe, sagt der Berner Kulturjournalist Fred Zaugg. Er habe Luginbühl als «tollen Freund» erlebt.

Bernhard Luginbühl ist am 19. Februar 2011 im Alter von 82 Jahren gestorben. (haee)

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Gespräch mit Fred Zaugg über den Künstler Bernhard Luginbühl
Hören (10:11)

Letztes Update: Montag, 21.2.2011

Bildhauer Luginbühl 82-jährig gestorben

Bildhauer Bernhard Luginbühl ist tot. Der Berner Künstler starb am Samstag drei Tage nach seinem 82. Geburtstag, wie die Familie mitteilte. Der Eisenplastiker zählte zu den bedeutendsten Schweizer Künstlern der Gegenwart.  Mehr

Das Schaffen des Bernhard Luginbühl (Bildstrecke)
Das Schaffen des Bernhard Luginbühl
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Verantwortlich für diesen Beitrag:

Elisa Häni


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