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Mittwoch, 4.1.2012

«Dort unten hat niemand auf mich gewartet»

2011 reiste Mundartrocker Gölä durch Australien. Dort rührte er die Werbetrommel für seine neuen, englischsprachigen Songs. In der Schweiz machte er ein einziges Mal Schlagzeilen: bei seinem bombastischen Stadionkonzert in Thun.

Mundartrocker Gölä daheim am Thunersee in der guten Stube. (SRF)

Der Berner Mundartmusiker Gölä ist hin und her gerissen. Er möchte mit englischen Texten das Weltpublikum erobern. Doch die Fans hangen ihm an den Lippen, wenn er berndeutsch singt. Die Reise nach Australien habe ihm aufgezeigt, dass dort unten wohl niemand auf ihn gewartet habe. Ob er seinen Traum - in Australien oder anderswo auf der Welt seine neue CD veröffentlichen zu können – verwirklichen kann, bleibt allerdings offen.

Gölä möchte gerne ungeniert das Leben geniessen. Aber sein Prominentenstatus macht ihm da einen Strich durch die Rechnung. Im Interview zum Jahreswechsel erzählt der 43jährige, dass er das Veröffentlichen seiner Mundartlieder als Betriebsunfall bezeichnet – als einen allerdings, der sein Leben verändert hat. (sahm)

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