Emmentaler Mundartlyriker Ernst Eggimann wird 75
Der Berner Mundartlyriker Ernst Eggimann daheim in seiner Bibliothek (srf)
Die Gedichte von Ernst Eggimann fanden über die Landesgrenzen hinaus Beachtung. Und er gilt als Wegbereiter der Spoken-Word-Szene, zu der Mundart-Poeten wie Beat Sterchi oder Pedro Lenz gehören. Dadaisten wie Ernst Jandl haben Eggimann seinerzeit beeinflusst.
Lautmalereien und Wortspielereien
Eggimann hat mit dem Klang der Wörter gemalt. Originelle Wortspielereien («fluechfuge»)und Lautmalereien («o o o») sind dabei entstanden, aber es ging ihm auch um ernste Inhalte. Mit seinen Gedichten über seine Heimat, das Emmental, ist er auch angeeckt.
Vor 30 Jahren hat Eggimann seine letzten Gedichte veröffentlicht. Und er freut sich, dass die Mundart-Literatur in jüngster Zeit neuen Schwung erhalten hat. Eine Sammlung seiner Lyrik ist jetzt neu erschienen zu seinem 75. Geburtstag. Dies sei ein schönes Geburtstagsgeschenk, sagt er. Eggimann lebt in Langnau i.E., wo er auch als Lehrer gewirkt hat. Von 1986 bis 1997 sass er zudem für die Freie Liste im bernischen Grossen Rat. (madb)
