Romano Cuonz
Redaktor
Regionalredaktion Zentralschweiz
Mein erstes Interview
Das war vor mehr als dreissig Jahren: Ich traf auf Melchsee-Frutt eine alte Frau. Sie führte das erste Hotel in diesem Bergkurort. Als sie darüber zu erzählen begann, wie sie damals die Luftseilbahn gebaut, als erste Skifahrerin des Kantons ins Tal gefahren war, war ich so begeistert, dass ich später mit einem Amateur-Tonbandgerät eine Aufnahme machte. Die schickte ich Elisabeth Schnell fürs «Kaffee-Chränzli». Und: Ich war selber erstaunt, das Interview wurde ausgestrahlt und ich kam bald darauf zum Radio.
Mein Motto
Leben und leben lassen! Und dies vor allem mit einem absoluten Minimum an Bürokratie.
Mein Radio-Highlight
Eine dreistündige Samstag-Morgen Palette, bei der wir auf einem fahrenden Extrazug der Brünigbahn einen Sender montierten und auf der ganzen Strecke von Luzern bis Meiringen während der Fahrt eine Direktsendung machten. An allen Stationen fanden überraschende Empfänge und Ereignisse statt. Das war der Höhepunkt einer an und für sich wunderschönen Zeit, in der ich für die Sendung Palette aus dem Studio Basel redaktionell und als Moderator arbeiten durfte.
Mein Geheimtipp in der Region
Das «Seewenalpseeli» oberhalb des Mittelpunkts der Schweiz auf der Aelggialp ob Sachseln. Ich kenne keinen Bergsee mit einem derartigen Licht- und Farbenspiel wie es dieses kleine Seelein hat. Dazu gibt es in diesem Gewässer grosse Forellen, die sich mit der Fliege fangen und am offenen Feuer grillen lassen.
Mein Web-Tipp
Der Computer ist für mich ein notwendiges Arbeitsgerät und nicht mehr und da brauche ich denn im Web am häufigsten «Google» und «Wikipedia».
www.cuonz.ch
Meine Freizeit
Ich schreibe sehr viel: Hörspiele, Theaterstücke, Prosa und Lyrik. Das ist meine teils selber kreierte und erfundene zweite Welt. Die Inspirationen hole ich mir oft beim Pilze sammeln, beim Fliegenfischen oder Tierfotografieren in einer möglichst unberührten Natur.
Mein Buch für die Insel
Gottfried Kellers «Der Grüne Heinrich». Dieses Buch bleibt für mich das schweizerischste Buch aller Zeiten ohne eigentliche Abnützungserscheinungen.
Meine Horizonterweiterung
Ich lese sehr viel, gehe so oft als möglich ins Theater und in die Oper und ab und zu ins Kino. Damit bekomme ich eigentlich alle Impulse, die ich mir wünsche. Dazu lerne ich seit meiner «Gymizeit» in stets neuen Gruppen immer wieder neue Sprachen. Nach der Pensionierung wird es Spanisch sein.
Mein Aufsteller
Das ist zweifellos das Zusammensein, die gemeinsame Zeit mit meiner Familie: Mit meiner Frau und den beiden erwachsenen Kindern und ihren Partnern.
Meine Begeisterung
Ich bin, so glaube ich wenigstens, ein sehr begeisterungsfähiger Mensch. Namentlich literarische, künstlerische Werke von kreativen Menschen konnten mich immer schon und werden mich immer wieder von neuem begeistern können.
